Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 19. (Budapest 1922)

Stach, J.: Apterygoten aus dem nordwestlichen Ungarn

-is JOHANN STACH form, principalis TULLB., ZU welcher er alle heller oder dunkler violett bis graubraun gefärbten Exemplare mit besonders dunkel gesäumten Hinter­rändern der Segmente einrechnet, und var. pallida KRAUSB., welcher alle Tiere, bei denen das violette Pigment am Kopfe und auf der vorderen Hälfte der Thorakal- und Abdominalsegmente fast gänzlich fehlt, jedoch dunkle Segmentalsäume noch vorhanden sind, angehören. Die erste Form hat er in Rindenspalten verschiedener Bäume, die zweite unter Steinen und Laub am Roden beobachtet. Nach AGREN'S Ansicht kann aber die var. pallida KRAUSB. nicht als eine Varietät, aufgefasst werden, denn es scheint ihm nicht berechtigt, für solche Exemplare, welche von der Hauptform nur durch etwas schwä­chere Pigmentbildung abweichen, besondere Varietätnamen aufzustellen. Da ausserdem zwischen der Hauptform und der var. pallida KRAUSB. noch verschiedene Übergangsformen vorkommen, so ist es auch meines Erachtens am richtigsten diese Varietät nur für eine hellere Form dieser Art zu betrachten. Doch muss ich hinzufügen, dass auch von mir unter Steinen zahlreich gesammelte Tiere heller in der Färbung, meist grün oder lichtbraun waren, wie die Hauptform. Die Art lebt vorzugsweise in Nadelwäldern ; ich habe sie aber zahl­reich in Dobó-Berekalja und in der Umgebung von Léva unter Steinen in der Nähe von Wohnstätten oft in Ameisennestern erbeutet. Auch LINNANIEMI hat sie einige Mal in den Nestern von Formica ruf a in Finland beobachtet, weil aber vor seiner Beobachtung noch keine Angaben über die Myrmeco­philie dieser Art bekannt waren, so äusserte er sich, dass seine Funde „möglicherweise auch nur auf einen Zufall zurückzuführen" sind. Wenn aber die Art in so entlegenen Gegenden unter denselben Umständen vorkommt, so muss man annehmen, dass sie zu den Vertretern der myrmecophilen Gollembolenfauna gerechnet werden darf ; sie lebt mit den Ameisen vielleicht in einem ähnlichen, uns näher nicht bekannten Verhältnisse, wie z. B. Sinella myrmecophila. mit welcher sie auch auf den ersten Blick sehr ähnlich ist. Ich habe bei dieser Art dieselbe Anomalie in der Spaltung der Klaue beobachtet, wie sie LINNANIEMI von Entomobrya nivalis abbildet. (Taf. XIV., Fig. 7.) BEUTER und nach ihm VELLAY erwähnen aus Ungarn noch eine andere Art, Entom. maritima REUT., welche nach LINNANIEMI' s Ansicht mit Entom. lanuginosa (Nie.) als eine Varietät vereinigt werden soll. Sie ist von grauer Grundfarbe mit schwachem violettem Schimmer ohne jegliche Zeichnung und wuide bisher ausschliesslich unmittelbar am Wasserrande der Meeresufer des Finnischen und Rottnischen Meerbusens gefunden. Da wir jedoch auch von Entom. marginata (TULLB.) einfarbige

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