Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 19. (Budapest 1922)

Stach, J.: Apterygoten aus dem nordwestlichen Ungarn

APTERYGOTEN AUS UNGARN. 33 verschiedener Laubbäume gefunden ; aber noch zahlreicher kommt sie an mit Gras und Kräutern bewachsenen, etwas schattigen und deshalb feuchteren Stellen vor. (Dobó-Berekalja und Sándorkő.) * * 29. Lepidocyrtus ruber SCHOTT. Von dieser, durch ihren nicht spitzig endenden, sondern deutlich schräg abgestutzten Empodialanhang leicht kenntlichen Art fand ich nur ein einziges Exemplar, welches von ganz weisser Farbe war, mit Ausnahme eines schwarzen Fleckchens zwischen der Basis der Antennen ; es gehörte also eigentlich zu der Varietät var. albida STACH. Diese an vielen Örtlichkeiten Polens ziemlich häufige Art habe ich nur in Komárom gefunden. Sie scheint also hier selten vorzukommen, denn ich habe sie in der Umgebung von Dobó-Berekalja nirgends an­getroffen. * 30. Lepidocyrtus lanuginosus (GMEL.), TULLB. (Taf. II. Fig. 6.) Die von mir hier als Lepidocyrtus lanuyinosus determinierten Tiere können vielleicht auch einer anderen oder neuen Art angehören, denn das sichere Bestimmen einiger Lepidocyrtus-Arten kann, wie ich es vorher erwähnte, erst nach genauer Untersuchung und Vergleichung der Typen­exemplare verschiedener Forscher vorgenommen werden. So erkennt man auch sogleich beim Lesen von vielen, aus der Hand verschiedener Autoren stammenden, kürzeren oder längeren Diagnosen dieser Art, dass einige von ihnen ohne Zweifel ganz vershiedene Formen zu derselben Art gestellt haben. So ist z. B. die von LIE-PETTEESEN (21) als Lepid. lanuyinosus beschriebene Form gewiss eine andere als die von LTNNANIEMI ebenfalls als Lepid. lanuyinosus determinierte. Um also wenigstens Anderen die Erforschung zu erleichtern, welche Form mir aus dem nordwestlichen Ungarn vorlag, füge ich eine kurze Beschreibung der von mir als Lepid. lanuyinosus bestimmten Tiere bei. Die Farbe des Körpers ist nach leichtem Ausfällen der Schuppen bei den in Alkohol konservierten Tieren weiss ; doch sehen sie von den sehr feinen und spärlich zerstreuten Pigmentkörnchen graulich weiss aus. Etwas dichter ist dieses Pigment auf dem Mesonotum angehäuft, weshalb der Vorder- und Seitenrand dieses Segmentes deutlich bläulich-grau erscheint. Meist ist auch der Seitenrand des Thor. III ebenso pigmentiert. Die zweite ebenfalls dichtere Anhäufung des Pigmentes tritt auf dem Kopfe des Tieres auf. Die ganze Unterseite des Kopfes und seine Seiten unterhalb den Augenilecken und Antennen sind bläulich-grau ; nur die Umgebung der Mundöffnung und der dorsale Teil des Kopfes bleibt Annales Musei Nationalis Himgarici. XIX. 3

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