Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 18. (Budapest 1921)
Poppius, B.; Bergroth, E.: Beiträge zur Kenntnis der Myrmecoiden Heteropteren
74 B. POPPIUS UNI) E. BERFÎROTH flickchen, von denen das eine nahe dein Vorderrande, das andere nahe dem Hinterrande liegt. Beine unbehaart, Schenkel und Schienen von derselben Länge, Vorderschenkel nicht verdickt, unten in der Apicalhälfte mit einigen sehr kleinen Zähnchen, von denen eines stärker ist, Hinterschenkel das Hinterleibsende erheblich überragend, Vorderschienen am Ende etwas erweitert, sämmtliche Tarsen doppelt kürzer als die Schienen, das Basalglied doppelt länger als das Endglied. Farbe bräunlich lehmgelb, Schildteil des Scutotegmen und Hinterleib, das Connexiv ausgenommen, braun, Bauch gegen die Seiten braunrot, das zweite Segment weiss oder hellgelblich, Drüsenlleekchen schwärzlich, der Stachel des Metanotum rein weiss. Länge 5—55 mm. Birma (Mopmein). Da die Fühler der einen der beiden vorliegenden Larven stark mutiliert sind und die Fühler der anderen auf der rechten und linken Seite nicht gleichmässig ausgebildet sind, habe ich nur das Basalglied beschrieben. Wegen des nach hinten säulenförmig verlängerten Hinterkopfes habe ich diese Larve zur Gattung Vertomannus DIST. gestellt. Die Kürze des Schnabels kann jedoch Bedenken erregen, denn bei den Hemipteren ist ein wesentlicher Unterschied in der Schnabellänge bei der Larve und der Imago meistens nicht vorhanden. Auch von dem langen feinen Stachel des Metanotum findet sich keine Spur bei der Imago von Vertomannus , aber viele Hemipteren-Larven zeigen eine Neigung zur Stachelbildung an gewissen Stellen, von welchen die Stacheln bei der letzten Häutung verschwinden. Anderseits persistieren bei den Larven vorhandene Zähne der Vorderschenkel fast immer bei der Imago und sind bei dieser meist noch stärker entwickelt. Da DISTANT in seiner äusserst dürftigen Beschreibung dieser Gattung nichts von Zahnbildung an den Vorderschenkeln erwähnt, könnte man annehmen, dass sie im Gegensatz zu der hier beschriebenen Larve unbewehrt sind, aber da die mit Vertomannus zunächst verwandten Formen gezähnte Vorderschenkel haben, so ist es wahrscheinlich, dass dies auch bei Vertomannus der Kall ist. Die Möglichkeit, dass wir es hier mit einer Pyrrhocoriden-Larve zu tun haben, ist jedoch nicht völlig ausgeschlossen, in welchem Falle sie zu einem noch unbeschriebenen, mit der neotropischen Gattung Thaumastaneis KIRK. verwandten Genus gehören müsste. Die Ameisenähnlichkeit dieser Larve ist nicht besonders stark ausgeprägt, aber lebende Larven müssen immerhin gewissen Ameisen mit schmalem Thorax ziemlich bedeutend ähneln, insbesondere bei schnelleren Bewegungen.