Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 18. (Budapest 1921)
Poppius, B.; Bergroth, E.: Beiträge zur Kenntnis der Myrmecoiden Heteropteren
66 B. POPPIUS UN I) E. BER FÎROTH vor Allem der, dass die Alydinen-Larven ausserordentlich übereinstimmend gebaut sind, indem die Gattungscharaktere (geschweige denn die Artcharaktere) der Imagines bei den Larven noch nicht oder nur in geringem Maasse ausgebildet sind. Mitunter sind sogar Larven ganz verschiedener Divisionen der Alydinen einander zum Verwechseln ähnlich. So ist es mir z. B. unmöglich die Trachelium-Larve von den Larven der echten Alydaria durch bestimmte Charaktere zu unterscheiden. Hierzu kommt noch, dass gewisse auffallende Charaktere der Larven bei den entsprechenden Imagines verschwinden. So sind z. B. bei den Imagines mancher Gattungen die Hinterschenkel unbewehrt. bei denjenigen anderer Gattungen bestachelt ; bei allen Larven dagegen sind die Hinterschenkel bestachelt, so dass dieses Merkmal beim Versuche die Gattung einer Larve zu bestimmen einen vollständig im Stiche lässt. In Betracht oben angeführter Umstände wäre eine eingehende Beschreibung der verschiedenen Alydinen-Larven vollkommen zwecklos, denn teils würden solche Beschreibungen meist nur in unwesentlichen Dingen von einander abweichen, teils wäre es nicht möglich eine fragliche Larve nach einer solchen Beschreibung mit Sicherheit zu bestimmen. Nur in solchen Fällen, wo Larven zusammen mit gewissen Imagines gefunden worden sind, kann man mit ziemlicher Sicherheit annehmen, dass sie artlich zusammengehören, aber auch in diesen Fällen wäre eine Beschreibung der Larve von geringem Nutzen, zumal auch die Färbung und Zeichnung der Larven ungemein veränderlich sind. Ich beschränke mich deshalb darauf den hauptsächlichen Bau der Alydinen-Larven mit einigen Worten anzugeben. Der Kopf ist etwa so breit wie das Pronotum, oben ziemlich lang aber mässig dicht abstehend weiss beborstet, die ziemlich grossen und gewöhnlich vorspringenden Augen sind immer von der Basis des Kopfes weiter (oft viel weiter) entfernt als bei den Imagines und je jünger die Larven sind, desto entfernter stehen sie von der Basis, der anteoculare Kopfteil jedoch nie kürzer als der postoculare, sondern gewöhnlich etwa doppelt länger, Ocellen-Rudimente zuweilen vorhanden. Die Juga erreichen gewöhnlich die Spitze des Glypeus und sind meistens mehr horizontal abgeflacht als bei den Imagines, am Ende zugespitzt, nur bei der Gattung Alyclus (incl. Megalotomus) sind sie fast wie bei der Imago gebaut. Hinter den Augen ist der Kopf zur Basis hin gleichmässig stark verengt, so dass die Basis etwa doppelt schmäler ist als der Abstand zwischen den inneren Augenrändern ; bei den Gattungen Alydus und Riptortus ist jedoch der Postocularteil des Kopfes basalwärts weniger verschmälert, so dass die Basis nur wenig oder kaum schmäler ist als der genannte Abstand. Das letzte Fühlerglied ist wie bei den Imagines das längste von allen.