Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 18. (Budapest 1921)

Poppius, B.; Bergroth, E.: Beiträge zur Kenntnis der Myrmecoiden Heteropteren

XVIII. ANNALES MUSEI NATIONALIS HUNGARICI. 1920—21. BEITRÄGE ZUR KENNTNIS DER MYRMECOIDEN HETEROPTEREN. Von R. POPPIUS (F) UND E. BERGROTH. (Tafel I—II.) VORBEMERKUNG. Während der letzten Jahre seines Lebens war Prof. 0. M. REUTER mit Vorarbeiten zu einer ausführlichen Darstellung der bei vielen Hete­ropteren so auffallenden Myrmecoidie beschäftigt. Er hatte sich zur Auf­gabe gestellt sowohl die früher publizierten, als die von anderen Forschern brieflich zur erlangenden Beobachtungen hierüber zusammenzustellen, die Struktur- und Farbencharaktere, durch welche der Myrmecomimetismus zu Stande kommt, eingehend zu erörtern, sowie eine Erklärung zu geben, wie die Myrmecoidie überhaupt entstanden ist. Zu dem Ende hatte er sich an mehrere Hemipterologen und Myrmecologen gewandt um Be­obachtungsmaterial zu erhalten, das ihm auch von verschiedenen Korre­spondenten zugestellt wurde. Ausserdem erhielt er von vielen Museen eine nicht unbedeutende Anzahl exotischer myrmecoider Heteropteren zur Bestimmung und Bearbeitung, aber da er schon damals blind war, gab er Dr. B. POPPIUS den Auftrag die sehr zahlreichen Miriden zu bearbeiten, während er die Bearbeitung der in geringerer Anzahl vorhandenen Arten der übrigen Gruppen mir anvertraute. Als BEUTER'S Arbeit über dieses Thema durch seinen Tod unterbrochen wurde, erwies es sich, dass sein Manuscript noch sehr fragmentarisch und wenig fortgeschritten war. Der grösste Teil desselben bestand aus einer historischen Einleitung über die Ansichten verschiedener Forscher über ..Mimicry" und aus einer sehr weit­läufigen Kritik von PIEPERS' Ansichten über die Entstehung des Mimetis­mus. Ehe er zur Entwicklung seiner eigenen Ansichten hierüber kam, entfiel die Feder seiner fleissigen Hand. Es ist mir deshalb unmöglich gewesen seine Arbeit in dem von ihm gedachten Umfange und Sinne zu vollenden, zumal ich seine in der vorerwähnten Kritik ausgesprochene Ansichten nicht in allen Fällen teilen kann. Da auch Dr. POPPIUS uns seitdem durch den Tod entrissen worden ist und er ein vollständiges Manuscript über die von ihm systematisch

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