Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 18. (Budapest 1921)
Kotlán, S.: Új-Guineai madár-cestodák. I
2<> Dr. ALEXANDER KOTLÁN Hacken besetzt. Die Saugnäpfe sind rund und höchstens 0'1 nun. im Durchmesser ; sie sind mit 4—5 Reihen etwas kleineren Hacken besetzt. Der Hals ist sehr kurz, die Glieder im allgemeinen viel breiter als lang, die letzten, mit Oncosphären gefüllten Glieder 1 mm. breit und 03 mm. lang. Sowohl im Rindenparenchym, als besonders im Markparenchym sind in aulfallender Menge ovale oder rundliche, ziemlich grosse (0'0108 mm.) Kalkkörperchen sichtbar. Das Exkretionssystem und die gut entwickelte Muskulatur zeigt keine besonderen Abweichungen. Die Genitalpori münden einseitig und zwar links aus. Das Genitalatrium besitzt eine ausgeprägte Radiär- und Circularmuskulatur. Erstere besteht aus sehr feinen, dichtangereihten Muskelfasern, deren Struktur von den vorangehend beschriebenen ähnlichen Muskelelementen bei I). allagea n. sp. und D. allomijodes n. sp. wesentlich abweicht. Der ovale, ziemlich muskulöse, zur Querachse etwas schräg gelegene Cirrusbeutel ist 0"12 mm. lang und erreicht die Längsgefässe nicht. Cirrus mit dichtangesetzten Rekraktoren versehen. Das Vas deferens bildet noch innerhalb des Cirrusbeutels eine ovale, im Durchmesser 0 04 mm. lange Vesicula seminalis interna. Ausserhalb des Beutels zieht das Vas deferens schlangenförmig gewunden, zwischen dem ventralen und dorsalen Längsgefäss zu den Hoden, welche beiderseits des Keimstockes liegen und zwar 4 poral, 6 antiporal ; ihre Grösse beträgt 0'04 mm. Die Vagina mündet gewöhnlich hinter, selten ober oder sogar unter dem Cirrusbeutel in das Genitalatrium ; ihr Anfangsteil ist dickwandig und verläuft in der Fortsetzung als ein gerader ziemlich dünner Strang zu dem kleinen median gelegenen Receptaculunl seminis. In Gliedern, welche sich in erhöhter Geschlechtsfunktion befinden, namentlich am Beginn der Uterusentwicklung schwillt auch das letzte Drittel der Vagina beträchtlich an. Der Keimstock liegt ganz ventral und median, und zeigt in seiner Entwicklung und während seines Stadiums der erhöhten Funktion solche Eigentümlichkeiten, welche ich an einer andern Stelle eingehender zu besprechen gedenke. Hier sei nur soviel erwähnt, dass er anfangs aus cca 0 0135 mm. grossen Zellen zusammengesetzt ist, welche in kleineren Gruppen vereinigt in rundlichen oder ovalen Schläuchen liegen. Diese Schläuche wachsen ziemlich rasch zu ansehnlicher Grösse an und besitzen scheinbar die Fähigkeit sich zu Einzelovarien zu umgestalten. Der unregelmässig rundliche Dotterstock ist 0"08 —0'1 mm. breit. Nachdem der Keimstock eine bedeutende Grösse erreicht hat, erscheint von diesem umgeben, ganz ventral als dichte Zellanhäufung, der Uterus ; seine Höhle erweitert sich rasch und bald werden in dieselbe die befruchteten Eier hineingepresst. In dem schon das ganze Markparenchym einnehmenden