Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 18. (Budapest 1921)
Kotlán, S.: Új-Guineai madár-cestodák. I
22 Dr. ALEXANDER KOTLÁN II. Davaineidae. 2. Davainea aruensis FUHRM. Wirt : Cyclopsittacus Edwardsii OUST. Cyclopsittacus diophthalmus (HOMBR. et JACQ.) Lorius Salvadorii MET. Fundort : Erhua und Stephansort. Diese Art scheint, auch nach den Angaben von FUHRMANN 1 sowohl in Neu-Guinea, als auch auf den in der Nähe gelegenen Inseln ein häufiger Parasit von verschiedenen Papageien zu sein. Die längsten Exemplare messen 160 nun., ihre grüsste Breite 2 mm. 3. Davainea psittacea FUHRM. Wirt: Eclectus pectoralis (P. L. S. MÜLL.) Fundort : Friedrich-Wilhelmshafen. Es liegen mir nur einzelne scolexlose Bruchstücke vor, deren äussere und anatomische Merkmale auf diese, von FUHRMANN 1 beschriebene Art deuten. 4. Davainea allagea n. sp. (Fig. 2—4.) Wirt : Cyclopsittacus diophthalmus (HOMBR. et .TACQ.) Fundort : Erima. Dünne, fadenförmige Cestoden, mit langem Hals und kleinem, kugeligen Scolex. Länge 80—100 mm., grösste Breite 0'425 mm. Die Scolex-BewafTnung besteht aus 160 in doppelter Beihe stehenden typischen Bostellar-Hacken und 3—4 Beiben Saugnapf-Hacken. Die Proglottiden neigen zur länglichen Form. Genitalpori unilateral(?). 2 Cirrusbeutel verhältnismässig sehr gross ; dies fällt besonders in den vorderen geschlechtsreifen. etwas ausgezogenen Gliedern auf, welche kaum eine Breite von 0'2 mm. messen und einen Cirrusbeutel von 0'1 mm. Länge und 0"059 mm. 1 O. FUHRMANN, Vogeicestoden der Aru-Inseln. Abhandl. Senckenb. Naturforsch. Gesellschaft, Bd. XXXIV. H. MERTON, Ergebn. einer zool. Forschungsreise in den südöstl. Molukken Bd. II. 1911. 0. FUHRMANN, Nova Guinea. Bésultats de l'expéd. scient, néerland. à la Nouvelle-Guinée. Vol. IX. Zool. Livr. 3. 2 Bei den untersuchten Exemplaren fand ich stellenweise eine successive Wanderung dor Geschlechtsausführungsgänge vom rechten zum linken Proglottidenrand, ähnlich der von FUHRMANN (Neue Davaineiden, Centralbl. f. Bakt. Bd. 49.) beschriebenen Anomalie bei D. longispina. Bei der ziemlich langen und schmalen Strobilaform meiner Art muss ich auf eine eventuelle artificielle Verdrehung der Glieder denken, da hiefür teilweise auch die Lage der übrigen Orgaue spricht. I