Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 13. (Budapest 1915)
Poppius, B.: Zur Kenntnis der indo-australischen Capsarien. I
INDO-AUSTRALISCHE CAPS ARIEN. 67 Rhodolygus nov. gen. Ziemlich gestreckt, oben stark glänzend, punktiert, weitläufig und kurz, halb abstehend, dunkel behaart. Der Kopf ist fast vertical, von oben und von vorne gesehen breiter als lang, von der Seite gesehen etwa ebenso lang als an der Basis hoch. Die Stirn flach gewölbt, ungerandet, mit einer feinen, undeutlichen Längsfurche. Die Augen sind mässig gross, hervorspringend, den Vorderrand des Halsschildes berührend, ungranuliert, vorne ausgeschweift. Der Clypeus ist stark hervortretend, von der Stirn deutlich abgesetzt, nach hinten gerichtet. Die Lorae sind ziemlich schmal, die Wangen mässig hoch, die Kehle wenig lang, stark geneigt, der Gesichtswinkel ein rechter. Das Bostrum überragt etwas die Spitze der Mittelhüften, das erste Glied verdickt, fast die Mitte der Vorderhüften erreichend. Die Fühler sind kurz und anliegend, dunkel behaart, das erste Glied etwas verdickt, die Kopfspitze ziemlich überragend, das zweite dünner und viel länger als das erste, die letzten zwei zusammen kürzer als das zweite, das letzte etwas kürzer als das dritte. Der Halsschild ist breiter als lang, nach vorne ziemlich stark verengt, die Seiten kaum merkbar ausgeschweift, vorne mit einigen längeren Haaren. Der Basalrand ist sehr breit gerundet, in der Mitte sehr seicht ausgeschweift. Die Scheibe ist flach gewölbt, mässig geneigt, grob, aber weitläufig, etwas runzelig punktiert. Die Calli sind gross, flach gewölbt, vorne zusammenfliesend, deutlich abgesetzt. Die Apicalstrictur ist schmal, aber scharf abgesetzt, viel schmäler als das zweite Fühlerglied an der Basis dick. Das Schildchen ist flach mit unbedeckter Basis, hinter derselben quer eingedrückt, fein, quer gerunzelt. Die Hemielytren überragen etwas die Spitze des Hinterleibes, beim d 1 etwas mehr als beim $ , der Clavus ist feiner als der Halsschild, das Corium undeutlich punktiert. Die Hinterflügelzelle ist ohne Hamus. Die Orificien des Metastethiums sind ziemlich klein und breit mit kleiner und breiter, ungekanteter Spalte. Die Beine sind mässig lang, halb abstehend, wenig lang, dunkel behaart, die Schienen schwarz bedornt, die Dörnchen fast ebenso lang als der Durchmesser der Schienen. Das erste Glied der Hintesfüsse ist deutlich länger als das zweite. Die Klauen sind einfach, die Arol en frei und divergierend. Durch die Punktierung und durch den Bau der Hinterfüsse von Lygus HAHN und verwandten Gattungen leicht zu unterscheiden. Von Thania durch die stark glänzened Überseite und durch die Punktierung derselben, sowie durch den Bau der Fühler verschieden. Typus : Rh. obscuritarsis n. sp. 5*