Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 10. (Budapest 1912)

Jugovics, L.: Kristálytani tanulmányok magyar ásványokon

KRYSTALLOGBAPHISCHE STUDIEN. 317 Dorna h = 041 gehörte zu den bestentwickelten Flächen ; charakteristisch ist für dasselbe, dass darüber immer steilere Domen stehen und dass es sich von diesen treppenartig abhebt. (Taf. IV. Fig. 4.) Die steileren Domen zeigen zur Endfläche b = 010 nur eine geringe Neigung und kommen bei den meisten Krystallen nur als Abstumpfung der Fläche b = 010 gegen das Ende des Krystalls vor. Diese konnten natürlich nicht bestimmt werden, weil sie mit der Fläche b — 010 nur einen schwachen Reflex gaben. Bei einigen Krystallen aber war die Grenze zwischen der Endfläche b — 010 und dem Dorna genug scharf, so dass deren Gegenwart constatiert werden konnte. Grössere Genauigkeit er­zielte ich, als ich einige Flächen bemalte um zu verhindern, dass sie den Beflex der anderen Fläche durch ihr Glänzen stören. Bei anderen Krystallen wurde mir die Bestimmung dieser hohen steilen Domen dadurch erleichtert, dass sie treppenartig ausgebildet sind, näm­lich, dass auf steile Domen weniger steile folgen. Die Domen s(0.13.1), d (0.14.1) und p (0.16.1) erscheinen als brei­tere Streifen und sind oft fein gerieft. Von den übrigen zu dieser Beihe gehörigen Domen erscheinen die Domen W (0.30.1) und X (035.1) als dünnere Streifen; grösser sind F (0.40.1) und R (0.45.2), letzteres tritt auch als dominierende Fläche auf. Die letzteren fünf Formen wurden zuerst von Dr. Z IMÁNYI am Aragonit von Dognácska gefunden. Von den beobachteten Pyramiden ist />(111) als glänzende, ebene Fläche an allen Krystallen fast immer vorhanden, s (121) tritt an zwei Krystallen als kleine Fläche auf. Die steileren Pyramiden sind gegen das Prisma (110) gebogen ohne schärfere Grenze. Insgesammt habe ich zwei steilere Pyra­miden beobachtet; die eine $(14.14.1) erscheint am selben Krystall in drei Octanten, die andere n (24.24.1) in zwei entgegengesetzten Octan­ten, der Krystall besitzt daher eine langgestreckte Meisselform. Ein grosser Theil der untersuchten Krystalle erwies sich als Zwillings­bildung. Zwillingsfläche ist das Prisma (110), welche zugleich die Ver­wachsungslläche bildet. Zwillinge sind unter den kürzeren Krystallen häufiger als unter den nadeiförmigen, bei welchen die einfachen Formen vorherrschen. Die Zwillinge haben geriefte Endflächen. Die Zwillingskrystalle können nach der Zahl der zusammen­gewachsenen Individuen in Zwillinge, Drillinge und Vierlinge eingetheilt werden, an deren Bildung dieselben Formen theilnehmen, wie bei den einfachen Krystallen. Das Dorna /c(011) und die Pyramide />(111) er­scheinen auch bei Zwillingen als gut ausgebildete, glatte Flächen, die Brachydomen hingegen, wenn sie überhaupt vorhanden sind, bilden nur schmale Streifen. Das Prisma (110) und die Endfläche 6(010) sind

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