Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 10. (Budapest 1912)

Becker, T.: Chloropidae. Eine monographische Studie

1-22 TH. BECKER Pentanotauïax END., Discogastrella END., Ghoryphisoptron END., Loxobathmis END., Gaurax Lw. Ich will hier eine gleichzeitige Besprechung obiger Gattungen vornehmen, da alle demselben Formenkreise Gaurax Lw. angehören, bezüglich als Untergattungen anzusehen sind. Die Gattung Gaurax Lw. erfreut sich innerhalb der indo-australi­schen und südamerikanischen Begionen einer ganz besonderen Aus­breitung und zeigt einen Formenkreis von ziemlich einheitlichem Gepräge zusammen mit M erősein is MEIJERE, Dactylothyrea MEIJERE und den sich um diese gruppierenden Gattungen, die sich besonders durch Form und Beborstung des Schildchens unterscheiden. Gaurax hat für gewöhnlich ein etwas verlängertes dreieckiges oder spitzbogenförmiges Schildchen, das oben abgeflacht zwei längere Borsten an der Spitze zeigt ohne Höckerausbildung am Fusspunkte der Borsten. Der Thorax­rücken hat sehr verschiedenartige Färbung, ist meist auch gestreift, oder mit zusammenfliessenden Streifen, auch einheitlich gefärbt. Die Stammform in der Type G. festivus Lw. zeigt auf gelber Grundfarbe schon die beginnende Streifung. Betrachtet man nun die Arten der ENDERLEiNschen Gattung Pen­tanotauïax. so findet man Übereinstimmung mit den Gaurax-Arten, die einen streifenförmigen Thoraxrücken zeigen ; der einzige Unterschied liegt darin, dass zwischen den glänzenden Thoraxstreifen stark gekörnte, etwas vertiefte Längslinien sichtbar werden, 3—5; es gehören hierher die Arten : viryulata, tofinistrigata, caviventns und die Art Grünbergi, welche ENDERLEIN ZU Discogastrella gestellt hat. Ich will nicht gegen die Aufstellung dieser Untergattung polemi­sieren ; ich kann es auch nicht gut, da ich selber eine ähnlich ab­weichende Gattung Xoionaulax = Trióimba LIOY angenommen habe, auf deren schwache Begründung ich allerdings selbst schon hingewiesen. Wir wollen also die Gattung Pentanotauïax für alle solche Gaurax­Arten bestehen lassen, die 3—5 stark punktierte Bückenlinien zeigen. ENDERLEIN hat bei der Gattung Discogastrella ebenso wenig, wie bei der vorigen Pentanotauïax darauf hingewiesen, dass diese Arten eine deutlich pubeszente oder behaarte Fühlerborste haben wie Gaurax Lw., so dass man sie, wenn man dies Merkmal alleine wollte gelten lassen, als Gaurax-Arten behandeln müsste. Discogastrella steht in der Mitte zwischen Gaurax und Meroscinis ; sie unterscheidet sich nur durch die Form des Schildchens. Mir war dieser kleine Formenkreis bisher unbekannt geblieben. Ich halte die Abtrennung nach diesem Merkmal für gerechtfertigt, da verschiedene verwandte Gattungen, wie Meroscinis, Dactylothyrea, Disciphus, Epicelyphus und auch Gaurax

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