Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 9. (Budapest 1911)

Méhely, L.: Systematisch-phylogenetische Studien an Viperiden

STUDIEN AN VI PERI DEN. 197 Praemaxillare anschliessende Fortsatz ist lang, scharf zugespitzt, conti­nuirlich in das Mittelstück übergehend ; der hintere, mit dem Frontale verbundene Fortsatz ist ungefähr von der gleichen Länge und endet gelenkkopfartig ; der laterale Fortsatz ist ziemlich schmal, stark nach aufwärts gebogen und von unten in querer Richtung vertieft. Sehr charakteristisch ist der Yorderrand des Mittelstückes, der im ersten und zweiten Drittel seiner Breite je eine scharfe Spitze hervorbringt. Die Praefrontalia stossen in der Medianlinie nicht zusammen und ihre vordere Ecke ist breit abgerundet. Frontalia schlank, deutlich länger und schmäler als bei V. macrops; ihre hintere, late­rale Ecke stosst in einer längeren Naht an das kräftig gebaute Postfrontale an. Die Naht zwischen dem Parietale und dem Prooticum, wie auch die zwischen den beiden Hälften des Occipitale superius 1 ist scharf ausgeprägt. Das Opisthoticum wird vom Occipitale laterale durch eine deutliche Naht getrennt 2 und entsendet nach hinten zu einen kurzen, gedrun­genen Fortsatz, dessen Spitze den Hinterrand des Occipitale laterale nicht erreicht. Condylus occipitalis deutlich dreitheilig. Das Palatinum und Pterygoideum der einen Seite ist mit 16—19 Hackenzähnen bewaffnet/ 5 Der Unterkiefer ist, wie bei V. macrops, ziemlich stark gebogen, das Articulare ist aber hinter der Gelenksfläche des Quadratum deutlich kürzer als bei V. macrops. Im Unterkiefer sind auf einer Seite 15—16 Zähne vorhanden. Bemerkenswerth ist noch, dass die Knochensubstanz des Schädels ziemlich derb, nahezu elfenbeinartig ist, mit sehr wenig Diploë, wogegen die Schädelknochen von V. macrops beträchtlich zarter gebaut sind. Maasse des Schädels: Totallänge 15-5 mm., grösste Breite in der Parietalgegend 5 min., Länge des Unterkiefers 17*7 mm., Länge des Turbinale 3'5 mm. 1 Laut C. K. HOFFMANN (BRONN'S Klasseu und Orduungen des Thier-Reichs, VI. Bd., III. Abth., III. Schlangen, 1890, p. 14-27) soll das Occipitale superius der Schlangen unpaarig sein, bei V. Ursinii jedoch ist dieser Knochen stets durch eine deutliche Medialnaht in zwei Hälften zerlegt, die beim Macerieren auseinanderfallen. 2 Laut HOFFMANN (1. c., p. 1430) fehlt den Schlangen (Tropidonotus natrix) ein discrotes Opisthoticum, indem es jederseits mit dem Occipitale laterale ver­wachsen ist, welche Behauptung für V. Ursinii nicht zutrifft. Sowohl am Palatinum und Pterygoideum, als am Unterkiefer sind nur die fest angewachsenen Zähne gezählt worden ; zur Seite dieser Hauptzähne findet man noch mehrere, in die Sehleimhaut lose eingebettete kleinere Zähne. Fig. 2. Die beiden Turbinalia von Vi­pera Ursinii BONAP. von unten, 6'5-mal vergrössert. Ç von Puszta-Szt.-Mihály.

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