Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 9. (Budapest 1911)
Méhely, L.: Systematisch-phylogenetische Studien an Viperiden
190 L. v. J1ÉHELY II. Berus-Gruppe. Tracht grösser, Länge bis 80 cm. und mehr. Schnauze breit abgerundet oder abgestutzt, oben flach. Auge gross, der verticale Durchmesser desselben übertrifft wenigstens bei Männchen gewöhnlich den Abstand des Auges vom Lippenrand. Obere Spitze des Rostralschildes stumpfwinkelig zwischen zwei Apicalscbilder eingekeilt. Frontale kurz und breit, nur etwas länger als breit, meist deutlich kürzer als der Abstand desselben vom Rostraischild und kürzer als ein Parietale ; der Yorderrand desselben bleibt weit hinter der die Yorderecken der Supraocularia verbindenden Linie zurück ; vom Supraoculare ist es stets durch 3—5 kleinere Schildchen getrennt. Supraoculare kürzer, stets beträchtlich kürzer als der Abstand des hinteren Augenrandes vom Hinterrand des Nasale. Das Nasenloch ist grösser und liegt in der Mitte des Nasalschildes. Das oberste Prseoculare ist gewöhnlich kurz und stosst nur höchst ausnahmsweise an das Nasale an. Das letzte Supralabiale ist meist kleiner als das vorletzte. Schuppen des Rumpfes breiter und schwächer gekielt als in der C/rsmii-Gruppe, in 21 Längsreihen. Yentral schilder 134—158, Subcaudalia 26—46 Paare. Dorsalband einfarbig, ohne dunkler Einfassung; eine dorsolateral Fleckenreihe niemals vorhanden. Im Farbenkleid ist ein deutlicher Geschlechtsdimorphismus ausgesprochen ; die Männchen sind oben meist silbergrau mit schwarzem Dorsalband und schwarzer lateraler Makelreihe, unten schwarzgrau ; die Weibchen sind oben braun mit dunkelbraunem Dorsalband und ähnlich gefärbten lateralen Makeln, unten schiefergrau, mit weissem oder rotliem Kinn und weisser oder rother Kehle. Schlüssel zur Bestimmung der Hauptformen der Ursinii-Gruppe. A) Schuppen des Rumpfes in 19 Längsreihen. Supralabialia gewöhnlich 8. Ober- und Hinterrand des Nasalschildes eingekerbt. a) Auge klein, der verticale Durchmesser desselben gewöhnlich deutlich kürzer als der Abstand des Auges vom Lippenrand. Apicale gross, meist deutlich breiter als ein Supraoculare, manchmal in zwei Platten zerlegt. Sincipitalschilder regelmässig entwickelt. Nasalschild gross, gewöhnlich beträchtlich höher als das Auge. Kehlschuppen meist 4—5 Paare. Lippenschilder und Kehlschuppen gewöhnlich weiss. V. Ursinii BONAP. b) Auge grösser, der verticale Durchmesser desselben meist länger als der Abstand des Auges vom Lippenrand. Apicale klein, höchstens so breit als ein Supraoculare, manchmal fehlend. Sincipitalschilder meist un-