Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 6. (Budapest 1908)

Gugler, W.: Die Centaureen des Ungarischen National-Museums. Vorarbeiten zu einer Monographie der Gattung Centaurea und ihr nächst verwandten Genera

70 "WILHELM GUGLER Als C. Smolinensis beschrieb H AYEK (1. c. pag. 719 f.) eine von BECK in Bosnien (Smolin bei Zepec) gesammelte Pflanze, die eine eigen­artige Mittelstellung zwischen der typischen nigrescens und der rar. rotunclifolia einnimmt. Die geringe Verzweigung sowie die grauflaumige Behaarung sind durch die Standortsverhältnisse leicht erklärlich. Ab­gesehen von diesen Kennzeichen liegt nach der Blattgestalt eine aus­geprägte rar. typica, nach der Köpfchenform 1 eine echte var. rotundi­folia vor. Daß die fragliche Form zu var. typica gehört, beweisen Exemplare, che mein Freund ADE bei Weismain (Oberfranken) auf ste­rilem Kalkboden sammelte. Sie unterscheiden sich durch kein auch nur einigermaßen wesentliches Merkmal von der HAYEK'schen Pflanze. Ihre Zugehörigkeit steht deshalb fest, weil am angegebenen Standort wie überhaupt in Bayern nur typische eunigrescens vorkommt. Vielleicht entspricht /. Smolinensis hinsichtlich ihrer Entstehung in gewissem Sinne der schmalköpflgen Herbstform der C. jacea, welche D. C. als var. depumbens 2 bezeichnete. LÉVEILLÉ 3 vereinigte die pappuslosen Formen der Sektion Eujacea, die zugleich starke Anhängselfransung aufweisen, als sbsp. jaceoides seiner C. variabilis, die weitere Teilung bezieht sich auf die Anhängsel­größe, resp. das ± vollständige Decken der Hüllschuppen durch diese. So scheiden sich von selber nigrescens-Formen, nämlich C. Gentiiiana L ÉVL. und jacea-Formen, nämlich C. serotina (= C. jacea sbsp. augustifolia var. pseudofimbriata mh.) und C. nigrescens L ÉVL . non W. (=C. jacea sbsp. eu-jacea var. fimbriate! mh.). Wenn auch der Saisondimorphismus bei C. jacea nicht klar erkannt wurde, so findet sich dennoch dieses Moment in der LÉVEILLE 'schen Einteilung ; dies zeigt sich auch in der Aufstellung einer eigenen Subvarietät bei Gentiiiana, nämlich der C. microptilon G ODE , et GREN., welche nichts anderes als die autumnale Basse der Stammvarietät ist. Letztere (exclusa subvarietate) entspricht somit vollkommen der von mir angegebenen systematischen Stellung : beide sind innerhalb des Formenkreises der C. nigrescens den recur­vata-Formen der C. jacea L. analog; ebenso auch die sub var. salicifolia der var. rotundifolia. C. dúlna S UT . oder besser C. eu-nigrescens rar. dubia nähert sich durch Formen mit stärker vergrößerten Anhängseln oft mehr oder 1 Bezüglich dieses Merkmals übertreibt HAYEK stark, da er die Köpfchen der Smolinensis anguste cylindracea. die der rotundifolia cylindraceo-ovata nennt ; die von ihm angeführten Durchschnittsmaße widersprechen diesen Bezeichnungen direkt ; sie betragen für Smolinensis 14 : 7 mm und für rotundifolia 14 : 8 mm. 2 Vgl. unter Nr. 19. C. jacea Synonymic A. 1. a. 1. a. sb/. decumbens. 3 LÉVEILLÉ 1. c. p. 15.

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