Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 6. (Budapest 1908)

Gugler, W.: Die Centaureen des Ungarischen National-Museums. Vorarbeiten zu einer Monographie der Gattung Centaurea und ihr nächst verwandten Genera

DIE CENTAUREEN DES UNGARISCHEN NATIÜNAL1IUSEUM8. 149 76. C. sublanata Boiss., genauer : (D. C. Prodr. als Varietät der "C. paniculata ) Boiss. FL Or. III. — C. sublanata unterscheidet sich von C. cuneifolia S. et S., C. pallida FRIV. (incl. C. ciliata FRIV.), sowie C. candida VELEN, durch systematisch geringwertige und durchaus inkonstante Merkmale. Da die drei Pflanzenformen auch geographisch nicht getrennt sind — sie bewohnen sämtlich den Norden der Balkan­halbinsel — stellen sie meiner Ansicht nach nur künstlich getrennte 1 Arten dar, die besser als Gliedei eines Formenkreises aufzufassen sind, welchem der Name C. sublanata gebührt. Sämtliche zu ihm gehörige Formen zeichnen sich durch breite Abschnitte der unteren und geringe Teilung der oberen Blätter aus, ferner haben sie stets (excl. Candida f. nigromaculata) braungelbe, wenig auffallende Anhängsel, deren End­dorn kürzer oder nur so lang als die Seitenfransen ist. Bezüglich des Induments und der Ivöpfchengröße ändert unser Formenkreis 2 in ganz analoger Weise ab wie derjenige der C. dissecta. BOISSIER, der die drei genannten Arten beschreibt, sagt bei C. sublanata, daß diese der C. pallida sehr nahe verwandt, und bei C. pallida, daß von dieser die C. cuneifolia nur wenig verschieden («subdiversa») sei. Die Haupt­unterschiede der drei genannten Arten sollen geringe Abweichungen in der Blattform sein, ferner soll C. pallida die beiden anderen Arten, namentlich die C. sublanata, durch einen doppelt so langen Pappus übertreffen. FRIVALDSZKY und nach ihm BOISSIER geben diesen als fast so lang, spätere Autoren als Va bis 7s so lang als die Achäne an. In den vier Fällen, wo die mir vorliegenden Originalexemplare eine Unter­suchung erlaubten, fand ich ihn zweimal ,= Va und ebenso oft = Va so lang als die reife Frucht. BOISSIER'S Hauptunterschied zwischen C. sublanata und C. pallida fällt somit in nichts zusammen. H ALÁCSYS Trennung dieser beiden Pflanzenformen kann auch nicht in Betracht kommen, da er als Hauptunterschied die Stärke des Induments angibt, wobei die Angaben FRIVALDSZKY'S bezüglich des Wechsels des Induments bei seiner pallida, resp. ciliata völlig übersehen wurden. Der geringe dort erwähnte Unterschied in der Pappuslänge (Va gegenüber V3) ist hinfällig, die Angabe, daß die Hüllschuppen der C. sublanata länglich, die der C. pallida eiförmig seien, ist ebenfalls künstlich, zumal schon BOISSIER festgestellt hatte, daß beide Schuppenformen bei beiden «Arten» auftreten können. Von diesen beiden somit nur ganz wenig verschie­1 Deshalb wurden sie auch vielfach in Exsikkaten konfundiert ; vgl. unten und namentlich BOISSIER Fl. Orient. III. p. 605 bei C. sublanata. 2 Vgl. unter die Angaben über C. pallida FRIV. und ciliata FRIV., sowie var. albotomcntosa und var. minus toyncntosa desselben Autors.

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