Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 6. (Budapest 1908)

Gugler, W.: Die Centaureen des Ungarischen National-Museums. Vorarbeiten zu einer Monographie der Gattung Centaurea und ihr nächst verwandten Genera

DIP: CENTAUREEN DES UNGARISCHEN NATIONALMUSEUMS. 135 male von der C. scabiosa, namentlich der ihr oft ähnlichen sbsp. eu­scabiosa var. spinulosa sbvar. lemesiensis (= C. spinulosa HOCH., vgl. unter No. 49 Tabelle) sind namentlich die abweichende Form der Hüll­schuppen sowie der viel kürzere Pappus. C. stereophylla ändert in ganz analoger Weise wie C. scabiosa respektive die nächst verwandte sbvar. in der Form und Rauhigkeit der Blätter und in der Länge des End­dorns der Anhängsel ab. Als Typus : /'. genuina sehe ich die verhältnis­mäßig stark rauhblättrige Form mit kurzen Dornen an ; als f. subsericea bezeichne ich diejenige Form, die ganz oder doch fast glatte Blätter hat, deren seidiges Indûment völlig dem der C. scabiosa sbsp. Baden­sis rar. sericea entspricht und als /'. armata die Stücke mit langem und kräftigem Anhängselenddorn. Diese beiden Abänderungen scheinen fast stets mit der typischen Form vorzukommen, so ist dies sicher bei Odessa und bei Tultsclia in der Dobrudsclia der Fall. Vorhanden sind 8 Bg. ; dabei: Gebr. SINTENIS Exs. aus der Dob­rudsclia No. 364 (als C. stereophylla) und No. 365 (als C. Marschalliana), zusammen 3 Bg., welche teils die f. genuina, teils die f. armata ent­halten; L ÁNG et SZOVITS Hb. Ruthen. No. 116(2 Bg.) ebenso. 1 Von den übrigen Exemplaren gehören 2 der /'. armata, 1 der f. subsericea an. 55. C. Busambarensis Guss. — Diese «Art» ist mit den drei fol­genden : C. cinerea LAM., C. cineraria L. und C. gymnocarpa MOR. sowie der C. prostrata HUET (non Coss.) äußerst nahe verwandt. (Vgl. auch sub No. 57a). Die genannten Pflanzen bilden offenbar einen For­menkreis, dessen Glieder sich nur durch graduelle Unterschiede trennen lassen. Hiezu kommt, daß sie sich um C. cineraria gruppieren und zwar so, daß von diesem Typus aus eine fast lückenlose Kette von Übergängen zur cinerea sowie zur Busambarensis führt. C. gymno­carpa MOR. ist ferner nur eine pappuslose cineraria, C. prostrata HUET eine von der charakteristischen Busambarensis wenig abweichende Form. Man trägt somit den Verhältnissen der Natur am besten Rechnung, wenn man alle diese Pflanzenformen unter einer Art (d. h. Gesamtart) zusammenfaßt, die dann den Namen C. cineraria zu führen hat. Diese Betrachtungsweise findet sich auch bei FIORI 1. c., nur bezog dieser Forscher merkwürdiger Weise auch C. Friderid Vis., C. Aeolica Guss. und Pandataria B EG . (als Varietät der C. aplolepa )• ein. Die beiden letzteren gehören unbedingt zur C. aplole/ia MOR., die erstere halte ich für eine durch geographische Isolierung selbständig gewordene Art. die systematisch zwischen cinerea und aplolepa steht. 1 Ein anderes, im Münchener Staatsherbar befindliches Exemplar derselben Nummer enthält die /'. subsericea mit seidenglänzenden Blättern.

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