Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 6. (Budapest 1908)

Gugler, W.: Die Centaureen des Ungarischen National-Museums. Vorarbeiten zu einer Monographie der Gattung Centaurea und ihr nächst verwandten Genera

106 "WILHELM GUGLER eine derartige Spaltung den natürlichen Verhältnissen direkt wider­spricht, zeigt vor allem die weitest verbreitete Easse unserer Art, die C. cana S. et S., welche H AYEK C. atrata WILLD. nennt. Das reiche, mir zur Revision vorliegende Material überzeugte mich völlig, daß BOISSIER, B RIQUET und FIORI sicher Recht haben, wenn sie diese Pflanze mit der französischen und italienischen C. Seusana VILL. und der spanischen C. lingulata LAG. identifizieren, denn die Übereinstimmung der drei «Spezies» ist derart, daß sich auch systematisch minder wichtige Merk­male vollständig decken. Für Botaniker allerdings, die in ihre «Bestim­mungstabellen» Stellen wie a ) Pflanze Mazedoniens, b) Pflanze Bos­niens etc. 1 aufnehmen, werden diese «Formen eines geschlossenen Ver­breitungsgebietes» dennoch Arten bleiben, wenn sie einander auch gleichen wie ein Ei dem anderen. Mit Recht zog H AYEK als Namen der Gesamtart den Namen C. variegata LAM. als die erste für eine Form der ganzen Gruppe ver­öffentlichten Bezeichnung der C. axillaris W. vor. Auch ich muß ihn den Nomenklaturgesetzen gemäß beibehalten. B RIQUET stellt die varie­gala LAM. sensu stricto als Unterart der C. montana der sbsp. Trium­fetti (ALL.) entgegen, welch' letzterer Name nach ihm an Stelle der C. axillaris W. zu treten hat. Gegen dieses Verfahren wendet sich ROUY 2 unter Berufung auf die Originaldiagnose ALLIONI'S ; tatsächlich bezieht sich der Name Triumfetti auch nur auf gewisse Formen der klar definierten C. axillaris W. H AYEK faßt den WILLDENOW'sehen Namen sehr eng; seine var. axillaris soll mit var. stricta und rar. Trium­fetti etc. gleichwertig sein. So eng kann die WiLLDENOw'sche Art meiner Ansicht nach nicht gefaßt werden. Für diejenigen Botaniker, die der C. variegata LAM. sensu stricto ( cana S. et S., Seusana CHAIX, lin­gulata LAG.) im Vergleich zu den übrigen Formen unseres Formen­kreises eine höhere Bewertung zuschreiben, kann für letztere als zu­sammenfassende Bezeichnung C. axillaris \V. gebraucht werden. Ich halte eine solche Gegenüberstellung nicht für nötig, weshalb in der unter folgender Nummer gegebenen Tabelle dieser Name fehlt. Auch scheint mir eine genaue Aufklärung des Namens 2riumfetti kaum mög­lich. — Weiteres siehe unter No. 43. 43. C. variegata LAM. — Daß C. variegata LAM. sensu stricto mit C. axillaris W. einen natürlichen Formenkreis bildet, dem der Name C. variegata sensu lato zukommt, wurde schon unter No. 42 be­1 Die hier angeführte Stelle hat nicht auf die Gattung Centaurea Bezug. 2 Vgl. ROUY Fl. d. Fr. IX. p. 144 Fußnote. — ROUY nennt C. axillaris W. eine Rasse (forme) und C. variegata LAM. eine Unterart der C. montana L.

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