Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 6. (Budapest 1908)

Gugler, W.: Die Centaureen des Ungarischen National-Museums. Vorarbeiten zu einer Monographie der Gattung Centaurea und ihr nächst verwandten Genera

102 "WILHELM GUGLER unnatürlich. Die Beschränkung der var. Provincialis und supinoformis auf den Süden läßt vermuten, daß in ersterer eine systematisch be­deutendere Form^ vorliegt, die bei einer entsprechend der Bildung der supina aus var. genuina analogen Variation die var. supinoformis ab­spaltete ; hiemit stimmen vollständig die systematischen Verhältnisse, d. h. die Verkürzung und Verschmälerung der Anhängsel. Die der supinoformis entsprechende supina steht systematisch den übrigen, sehr nahe verwandten fünf Varietäten ziemlich ferne, da sie — vielleicht allein — auf eine gewisse Regelmäßigkeit ihrer nicht unbedeutenden Abweichungen vom Typus wohl Anspruch machen kann. Unter den existierenden Varietäten entfernt sich zweifellos var. acutifolia am weitesten vom Typus, doch kann auch sie, da sie mit diesem durch eoniata, resp. rufescens verbunden ist, doch keine höhere systematische Bewertung erfahren. Eine endgiltige Klärung, resp. eine möglichst den natürlichen Verhältnissen entsprechende Übersicht dieses Formenkreises kann nur ein Botaniker geben, der an Ort und Stelle die Veränderlich­keit dieser Formen genau studiert, wobei namentlich Bodenverhältnisse, Beschattung etc. als wichtige Faktoren in Rechnung zu ziehen sind. Ich selbst muß mich auf Exsikkaten, wenn auch auf ein reiches Mate­rial an diesen, stützen. Leider fehlt ein Beleg der neuen Rouv'schen Varietät Provincialis, die ich nach der Beschreibung für systematisch ziemlich hochstehend halten muß. Meine Vergleichungen von Herbar­material und Literatur führten mich zu der Überzeugung, daß am besten von den RouY'schen Varietäten genuina ROUY und supina (JORD.) GAUT. als Varietäten, acutifolia, rufescens, comala und atrofusca jedoch als bloße ± wichtige Formen der var. genuina zu deuten sind. Die schedulae-Revisionen erfolgten nach ROUY Fl. d. Er. Vorhanden sind 21 Bg. Der var. genuina ROUY gehören 13 Bg. an; dabei: Soc. dauphin. 1879 No. 2128 (als C. pectincita JORD. — ist eine schlaffe Schatten form) ; Nr. 2129 (als C. rufescens JORD.) und Nr. 1264 (als C. acutifolia JORD.); C. BAENITZ Hb. Europ. sine No. (als C. pectinata L.); mehrere Stücke neigen i zu var. atrofusca ROUY; 4 Bg. sind var. supina (JORD.) GAUT., je einer ist var. eoniata (JORD.) GAUT., var. acutifolia (JORD.) ROUY, var. atrofusca ROUY und var. supino­formis ROUY, letzterer: REVERCHON PI. d. Vaucluse 1877 (als C. pecti­nata L.). 30. C. Jordaniana G. G. — Vgl. unter Nr. 31, wo diese Pflanze als Varietät besprochen ist. 31. C. procumbens BALB. — Diese Art bildet mit C. Jordaniana G. G. und C. Aemitii BRIQU. einen Formenkreis, der demjenigen der C. pectinata nahe steht, sich jedoch stets leicht von ihm durch den

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