Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 5. (Budapest 1907)
Becker, T.: Die Dipteren-Gruppe Milichinae
th. becker gleich ist: nur ist der Hinterleib nicht an den Seiten zusammengebogen, sondern die Binge liegen ganz flach ; dadurch ist der Hinterleib natürlich viel breiter, von fast kreisförmiger Gestalt ; die schwarzen Seitenränder des zweiten Binges, die bei der Rh. argyrophenga auf dem umgebogenen, dem Lichte abgewandten Theil des Binges hervortreten. sind hier nicht zu sehen. Der zweite Bing ist kaum länger als die folgenden, sie sind alle annähernd gleich lang und die Behaarunu ist auf den letzten beiden Bingen nur an den Hinterleibsrändern zg sehen, nicht auch auf der ganzen Ringdäche; damit sind die Unterschiede erschöpft. Anmerkung. Ich glaube nicht, dass das Umklappen der Bingseiten trotz der dabei stets vorkommenden Unterschiede in der Binglänge uns heute schon berechtigt, hierin eine neue Art zu erblicken ; immerhin ist es eine merkwürdige Erscheinung. Ich deute sie mir folgendermassen : Wir haben es hier mit einigen Arten zu thun, die in der Umformung begriffen sind; die Umformung ist aber noch nicht vollendet; die Exemplare mit dem kreisrunden Hinterleib sind wahrscheinlich die ursprüngliche, die mit den umgebogenen Seitenrändern die in der Umformung begriffene gleiche aber spätere Form. Ich bilde mir dies Urtheil auf Grund folgender Erwägungen : Man wird sicher annehmen dürfen, dass nur die dem Lichte zugewandten, also die oberen Theile der Binge sich ursprünglich silberweiss gefärbt haben, mag man nun diese silberweisse Farbe als Schreck- und Schutzmittel oder als geschlechtliches Beiz- und Lockmittel auffassen; die Natur schafft nun einmal nicht umsonst und verschwendet andrerseits nichts ohne Nutzen ; eine Silberfärbung unten am Bauche würde zwecklos sein (wenigstens so weit wir zu beurtheilen vermögen), da sie hier kaum je in Wirkung tritt; bei der ursprünglichen Form mit kreisrundem dachen Hinterleib ist die Unterseite auch ganz schwarz ; die umgebogenen Bingtheile müssen nach dieser Begel allmälig wieder ihre leuchtende Farbe verlieren und schwarz werden ; wir sehen dies auch bei fast allen in der Umformung begriffenen Arten ; die Seitenränder namentlich des zweiten Binges sind mehr oder weniger breit schwarz. Mit ihrer theilweisen Schwärzung der umgebogenen Bingtheile stellen diese Exemplare also schon das Produkt einer Anpassung dar, die eine vollkommene noch nicht geworden ist, da dieser Zustand noch nicht lange genug so bestanden hat. Dass diese Umbiegung nicht etwa ein künstliches Produkt, etwa durch Eintrocknung entstanden ist, sieht man an der Begelmässigkeit der Umbiegung und an den theilweise scharfen Bändern der Bingseiten sehr deutlich. — Schwieriger zu erklären ist dann aHerdings die bei den umgebogenen Seitenrändern fast stets auftretende Verlängerung