Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 5. (Budapest 1907)

Becker, T.: Die Dipteren-Gruppe Milichinae

V. ANNALES MÜS EI NATION A; IS HUNGABICL 1907. DIE DIPTEREN-GRUPPE MILICglN^E. A'on TH. Bi OKER. (Tafel XII. und % Textfiguren.) Uber die zu den Milicliinen gehörigen Gattungsformen hat HENDEL in der Wien. Ent. Zeit. 1903 einige sehr richtige und wichtige An­merkungen bekannt gegeben, indem er einige Formen, welche bisher in den Milichinen gerechnet wurden, ausschied, zu den Agromyzinen stellte und somit die Trennung beider Gruppen näher begründete, was allerdings die Thatsache nicht ausschliesst, dass Ubergangsformen be­stehen bleiben, wie dies nun einmal in der Natur der Sache liegt. Es verbleiben nach HENDEL bei den Milichinen somit zwei grössere Gruppen, von denen die erstere sich durch eine lappenförmige Unterbrechung der Bandader bei der Einmündung der Hilfsader in den Flügel-Vorder­rand auszeichnet, während bei der zweiten Gruppe diese Unterbrechung nicht in dieser Form vorhanden ist; letztere Gruppe schliesst in sich die Gattungen Phyllomyza FALL., Desmometopa Lw., Madiza FALL., Meoneura BOND., Leptopa BECK., Horaïsrnoptera HEND. und Hypaspistomya HEND. S. Wien. Ent, Zeit. XXVI 238 u. 240 (1907). Zu der ersten Gruppe rechnet HENDEL ausser der Gattung Milichia MEIG. noch zwei neue Gattungen Stenoporomyia und Rhynchomiliehia HEND., von denen die erstere sich als synonym zu Milichiella GIGLIO-TOS und Ophthalmomyia WILLIST. erwiesen hat. — Nachdem ich mich erst kürzlich in der Wien. Ent. Zeit, über die paläarktisehen Formen der Gattung Desmometopa Lw. eingehender ausgelassen, wird man kaum erwarten, dass ich heute über diese zweite Gruppe viel Neues werde berichten können ; trotzdem konnte ich von meiner letzten Beise durch Korsika in diesem Frühjahr zwei neue Arten mitbringen, von denen eine der Gattung Desmometopa, die andere der Meoneura angehört, woraus ersichtlich ist, dass auch bei uns dieser Formenkreis noch nicht ganz geschlossen ist. Wesentlich anders gestaltet sich die Sache allerdings bei eingehender Untersuchung anderer Faunengebiete ; namentlich scheint in der ersten Gruppe die Zahl der vorhandenen Arten eine weit grössere zu sein, als wie wir dies auf Grund der bisherigen Forschungen annehmen konnten. Die nachstehenden Zeilen sollen hauptsächlich der Vorführung aller bisher

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