Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 5. (Budapest 1907)

Loczka, J.: Über Mineralchemie

über mineralchemie. 439 Setzung der Probe eine Quecksilberchloridlösung beifügt, welche das Schwefelwasserstoft'gas gleich bei seiner Entstehung binden und der richtigen Bestimmung des Eisenoxyduls kein Hinderniss mehr im Wege stehen würde. Dieses Verfahren hätte zwar den grossen Nachtheil, dass man den Schluss der Zersetzung wegen des entstandenen Quecksilber­sulfids nicht beobachten, aber nach einigen Versuchen auch dieses fest­gestellt werden könnte. Das Auflösen des Minerals müsste natürlich in einer CO % Atmosphäre vorgenommen werden. Kennen wir nun die Menge des Gesammteisens und des Ferro-Eisens, so würde die Differenz beider die Menge des Ferri-Eisens ergeben. Enthält aber das Mineral Ferri-Eisen, so wäre hiedurch auch die Schwefelausscheidung während der Zersetzung erklärt. Unser Bestreben soll auch darauf gerichtet sein, das entwickelte Schwefelwasserstoffgas und den ausgeschiedenen Schwefel für sich zu bestimmen, um so das Verhältniss beider kennen zu lernen. Ich glaube es würden sich aus den Besultaten der so durch­geführten Analyse einige Beziehungen für die innere Zusammensetzung dieses Minerals ergeben. Ein weiteres Beispiel ganz gewöhnlicher Minerale ist der Pyrit und Markasit. Beide haben dieselbe empirische Zusammensetzung, ihre physikalischen Eigenschaften weichen aber stark von einander ab. Diese zwei Mineralien kennen wir auch nicht chemisch, da wir mit den uns zu Gebote stehenden Methoden nicht entscheiden können, ob das Eisen hier als Ferro- oder Ferri-Eisen oder in beiden Formen zugleich enthalten ist. Mit dieser Frage haben sich schon mehrere befasst, aber mit Sicherheit konnte selbe nicht entschieden werden. Ich kann es weiterhin nicht unterlassen, die Aufmerksamkeit auf eine der schwierigsten und äusserst wichtigen Fragen der Minerakhemie zu lenken ; mit unseren heutigen Methoden stehen wir ohnmächtig dieser Frage gegenüber und dieses ist die separate und genaue Be­stimmung des Krystall- und Konstitutionswassers. Die genaue Bestimmung des Gesammtwassers in den Mineralen ist schon an und für sich in vielen Fällen eine schwere analytische Aufgabe, aber wir erreichen dieses doch mit genügender Schärfe. Nur die Interpretation des Resultates der Bestimmung steht auf sehr schwan­kender Grundlage. Mit der Bestimmung des Wassers im Minerale bestimmen wir eigentlich zweierlei Wasser von diffeienter Natur und Bolle, d. h. wir bestimmen in Gestalt des Wassers auf einmal zwei Bestandteile, näm­lich das Krystallwasser und das Constitutionswasser. Wir nehmen an, dass das Krystallwasser als solches, d. h. als molekulares Wasser im Mineral vorhanden ist, welches mit den übrigen

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