Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 5. (Budapest 1907)

Moesz, G.: Adatok az Aldrovanda vesiculosa L. ismeretéhez

3Í12 gustav moesz nicht öffnen und dass die Blätter der Blüthenhülle sich nicht aus­breiten, sondern mehr-weniger zusammengeschlossen bleiben (Taf. V, Fig. 11 und 13), so kann der Platz der Aldrovanda von Béty leicht im IvNura 'schen Systeme festgestellt werden, nämlich in der Hemi­Kleistogamiegruppe als Vertreterin der Kleistantherie. Die Kleistantherie im Sinne ASCHERSON'S. Die grüne Farbe der Blumenkrone findet ihre Erklärung in der Kleistogamie. Die Aldrovanda von Béty müsste in Hinsicht der Befruchtung und des Fruchtreifens einer genaueren Untersuchung unterzogen wer­den. Dies war mir unmöglich, da ich gegen Ende des Sommers Brassó verliess und meine diesbezüglichen Studien nicht fortsetzen konnte. An kultivirten Aldrovanden lassen sich solche Untersuchungen nicht durch­führen ; weil der Blüthenstiel verfault. Die Blattspreiten stehen zum Insektenfang offen : sie sind sehr empfindlich. Meine diesbezüglichen Untersuchungen gaben keine neuen Besultate. Die in Kultur gehaltene Aldrovanda ist weniger empfind­lich, verliert sogar nach 1 Monaten ihre Empfindlichkeit. In den Fallen der im Freien lebenden Pflanzen fand ich oft dünnschalige kleine Schnecken, sowie Mückenlarven. Erstere hatten in der Blattspreite ganz gut Platz, obwohl sie die zwei Seiten der Spreite aufschwellten, letztere hingegen, waren nur mit dem halben Körper in der Falle, ihr Schwanz war draussen. Die jüngsten, sich dicht übereinander legenden Blätter der Aldro­vanda bilden einen Spross, der einer Knospe mit ganz kurzen Stengel­gliedern ähnlich sieht. Wenn man diese Blätter vorsichtig trennt und die der Untersuchung im Wege stehenden ausschneidet, so findet man an der Spitze des Sprosses bei der sterilen Pflanze einen Vegetations­kegel, bei der Bliithen tragenden Pflanze hingegen zu bestimmten Jahres­zeiten eine sehr junge Bliithenknospe. Da dieses sehr primitive Stadium der Knospe noch Niemand beschrieben hat, will ich es kurz in folgen­den Zeilen schildern. Die Abbildung dazu befindet sich auf Taf. VI, Fig. 19. Die Kelchblätter schliessen sich noch nicht, ihr Band ist noch nicht bewimpert, die Epidermiszellen treten nur schwach hervor, wie dies die Fig. 4 auf Taf. V zeigt. Aus diesen hervortretenden Zellen entwickeln sich später die Wimpern. Die Kronblätter treten kaum her­vor, sind kleiner als die Staubgefässe und lassen es nicht ahnen, dass später sie die hervorragendsten Tlieile der Blütlie bilden werden. Der Staubbeutel ist grösser als der Staubfaden, wodoch später das umgekehrte der Fall ist. Das Innere des Beutels ist nicht hohl,

Next

/
Thumbnails
Contents