Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 5. (Budapest 1907)

Moesz, G.: Adatok az Aldrovanda vesiculosa L. ismeretéhez

38(5 gustav moesz genauen Beobachtungen basiren, sind zu Folgerungen ungeeignet. So viel beweisen sie aber dennoch, dass die Gesprengquelle schon vor 200 Jahren hie und da ausgeblieben ist. Im Jahre 1904 und 1905 herrschte grosse Dürre. Der Sumpf trocknete, besonders im Jahre 1905, beinahe ganz aus. In mehreren seiner Becken, wo früher schöne kleine Teiche waren, grub man in diesem Jahre Sand. Das Becken der Aldrovanda, wo früher 1 — l'iin. tiefes Wasser war, enthielt jetzt kaum 1 dm. tiefes Wasser. Man kann voraussehen, dass die Quelle, welche gewöhnlich 2—3­mäl so lange ruht, als sie in Tliätigkeit ist, ab und zu auch um 1 s— 1 Jahr länger trocken bleibt. In einem solchen Falle geht die Aldro­vanda unrettbar zu Grunde. Und da im Laufe von Jahrhunderten ein derartiges vollständiges Austrocknen leicht vorkommen konnte, halte ich es für unwahrscheinlich, dass die Aldrovanda ein Urbewohner des Gesprengsumpfes wäre. Wie und wann sie dahin gekommen ist, davon habe ich keine Ahnung. Ihr zunächst lebt die Aldrovanda im Rétyi Nyír und bei Bukarest, aber an beiden Orten nur in der typischen Form. Möglich ist auch, dass vordem in den grösseren Mooren der Bar­czaság ausser der typischen Form auch die Varietät Durieui stärker verbreitet war. Aber infolge der Kultur geht die Moorvegetation schnell zu Grunde und muss den Weide- und Ackerpllanzen Platz machen. Die Aldrovanda vorn Rétyi J\'yír. Das Rétyi Nyír ist ein mit Erlen untermischter Birkenwald, in welchem beiläufig 130 kleinere und grössere Teiche sich befinden. Diese Sandinsel liegt am linken Ufer des Feketeügy, etwa 10km. östlich von der Stadt Sepsi-Szent-György und 1 km. südlich von der Gemeinde Réty. Unter den zahlreichen untersuchten Wasserbecken fand ich nur in einem die Aldrovanda. Sie bedeckte in unzählbarer Menge die Ober­fläche des Wassers. Am (J. August, als ich sie zu erstenmal entdeckte, stand der grösste Theil derselben in Blüthe. Ihre Farbe war bräunlichgrün. Ich sah auch rotli gefärbte, beson­ders im Schatten zwischen den hohen Moorpflanzen. Hier war auch das Wasser kühler, während die Glut der Augustsonne den offenen AYassersjnegel stark erwärmt hatte. Ihre Länge betrug im Durchschnitt 7 cm., die kürzeste war 5'5 cm., die längste 11 cm. lang. Die Länge ihrer Stengelglieder variirt zwischen 3 mm. und G mm. ; die gewöhnliche Länge ist 4—5 mm. Zahl der Blattquirle meistens 16.

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