Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 5. (Budapest 1907)
Moesz, G.: Adatok az Aldrovanda vesiculosa L. ismeretéhez
3Í12 gustav moesz Die Zeit des Hinabsinkens kann man auf Ende September, die Zeit des Aufsteigens hingegen etwa auf den 10. Mai setzen. Die hinabgesunkenen Knospen entwickelten die ersten 2—3 Blätterquirle noch am Grunde des Wassers. Die genauere Zeit des Emporsteigens der Winterknospen hat meines Wissens nur DUKIEU beobachtet, der den Frühlingsaufstieg der Aldrovanda von Lacanau auf den 20. Mai setzt. Ihre grösste Länge — 0 cm. — erreicht sie im Juli und August. Um diese Zeit hat sie 15, gerade abstehende Quirle und entwickelt 1—2 Zweige. Interessant ist, dass das erste Stengelglied des entwickelten Zweiges das längste unter allen Stengelgliedern ist. Die Stengelglieder der Aldrovanda von Brassó sind im Allgemeinen kurz, gewöhnlich nur 1*5—2 mm., seltener 3 mm. lang. Das erste Stengelglied des Zweiges hingegen erreicht auch eine Länge von 4 mm. Der Grund dieser Erscheinung liegt gewiss darin, dass der Zweig anfangs ein schnelles Wachsthum hat. in Folge dessen das erste Stengelglied sich mehr streckt als die folgenden. Ob dies im Allgemeinen bei allen Aldrovanden der Fall ist, kann ich nicht behaupten. Tliatsache ist, dass ich bei den vom Lago di Candia (Italien) stammenden Aldrovanden die Internodien in der Regel 5 mm., selten 6 mm. lang gefunden habe, während das erste Stengelglied des Zweiges 7 mm., das zweite hingegen nur 3 mm. lang war. Bei den aus dem Kara-Orman-Sumpfe (Donaudelta) stammenden Aldrovanden habe ich ähnliche Verhältnisse gefunden. DRUDE (1891) veröffentlichte eine Abbildung der Aldrovanda, auf der die grössere Länge des ersten Stengelgliedes des Zweiges gut sichtbar ist. In der Litteratur fand ich diesbezüglich keine Aufzeichnung. Im Blattquirle sind in der Begel 8 Blätter; oft fand ich 7, seltener G —9. sogar 10 Blätter in einem Blätterquirle. Die Länge der Blätter beträgt 0—8 mm. Die Länge der Blattspreite 3 mm., die Breite derselben 2 mm. An der Spitze des Blattstieles befinden sich gewöhnlich 4, selten 5, noch seltener 3 Borsten. 6 Borsten fand ich bei keinem einzigen Exemplare. Unter 377 Blättern hatten 14 davon 3 Borsten = 3-7°/o « 377 « « 333 « 4 « = 88-3 « « 377 « « 30 « 5 « = S-0 « Daraus folgt, dass die Aldrovanda von Brassó nicht der typischen Form, sondern der Varietät Darieui CASP. entspricht. Die Länge der Borste beträgt 5'5 mm. Auffallend ist, dass die Hohlräume des Blattstieles eine längliche Gestalt haben. Sie sind entschieden länger als bei der Aldrovanda vom