Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 5. (Budapest 1907)

Roeschke, H.: Monographie der Carabiden-Tribus Cychrini

108 d ; hans roe 8chke sehr auffällige Geschlechtsdifferenzirung findet sich bei einigen Arten des Genus Sphae rod crus : die cf cf haben in der Mitte des Analsegments neben der Mittellinie noch jederseits 1 Borstenpore. Ausserdem ist, mit geringen Ausnahmen, die Spitze des Analsegments bei den cf cf bald mehr bald weniger kurz ausgeschnitten oder geschweift. Wie bei den Carabini hat das Ç noch ein meist eingestülptes, den Yaginalapparat mit den 2 Endpalpen bergendes 7. Segment. Dem entsprechen 8, re­spective beim J 9 Dorsalsegmente, wobei immer die letzten beiden dem 6., respective 7. Ventralsegment aufgelagert sind. Die Bücken­segmente 1—6 bestehen aus sehr breiten faltigen und runzligen Mem­branen, hingegen 7 und 8 beim cf und 7 — 9 beim J sind mehr hor­niger Natur, aber nicht so stark wie beim Tribus Carabini. Besonder­heiten im Bau des Penis waren nicht zu finden. Die Beine sind lang und schlank. Die Pro- und Mesotrochanteren tragen stets, die Metatrochanteren an der Innenseite in der Mehrzahl der Arten eine Borste — seta metatrochanterica, abgekürzt S 5 (Fig. 7) —; sie fehlt nur bei den echten Cychren — Anomalien scheinen selten zu sein, da ich sie nur bei einem Cychrus-Exemplar vorfand. Die Schenkel sind gewöhnlich mehr oder minder keulenförmig, die vorderen und mittleren mehr als die hinteren, nur in selteneren Fällen sind sie fast cylindrisch. Im allgemeinen gilt, je mehr von cylindrischer Form, desto länger sind sie ; im übrigen sind sie unter sich und in beiden Ge­schlechtern meist von verhältnismässig gleicher Länge, nur bei wenigen Arten die hinteren auffällig länger, und in einigen Fällen erscheinen die der cf cf länger als die der J Ç , aber dies ist meist nur ein scheinbarer Unterschied, da er im Grunde auf optischer Täuschung be­ruht : bei gleicher Grösse und Länge des Kopfes uud des Habschildes von cf und J , wird bei dem ersteren durch die Schlankheit und Kürze der Flügeldecken resp. des Leibes ein grösserer Teil der Hinter­schenkel nicht verdeckt, was hingegen durch die Breite und Länge beim 2 geschieht uud so die Schenkel verkürzt erscheinen lässt. Die Schenkel, deren Unterseite bisweilen der Länge nach gefurcht sein kann, zeigen verschiedene Beborstungsweisen. Die vollständige Be­borstung der Schenkel besteht aus 5 Beihen : eine in der Mitte der Oberseite, je eine auf der Vorder- und Bückseite nahe der Oberkante und endlich je eine vorn und hinten in der Mitte des Schenkels oder etwas unterhalb derselben. Eine Borstenreihe ist bisweilen nur durch eine Borste repräsentirt ; Unregelmässigkeiten durch Verschwinden oder Auftreten einzelner Reihen gehören bei der Gattung Cyclirus nicht zu den Seltenheiten, bei den übrigen Gattungen kommen sie anscheinend nur äusserst selten vor (trotz des von mir gesichteten verhältnismässig

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