Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 2. (Budapest 1904)

Koch, A.: A beocsini czementmárga kövült halai

54 D' ANTON KOCH In sämmtlichen Merkmalen also, die man an diesen Fischresten von Beocsin beobachten kann, zeigt sich eine grosse Ähnlichkeit mit dem Genus Lates überhaupt, und besonders mit L. gibbus. Identifiziren darf man den Beocsiner Lates dennoch nicht, abgesehen von dem grossen Altersunterschied, deshalb, weil die Schuppen des Beocsiner Fisches ver­hältnissmässig kleiner sind, weil seine Körperform sichtlich mehr gestreckt ist, und weil auch die Dornen der Bückenflossen dünner sind, wie bei L. gibbus. Wegen seinen grossen Schuppen kann aber der Beocsiner Lates auch mit anderen fossilen Laies-Arten, welche aus. ihrem geologischen Alter nach näher stehenden tertiären Schichten bekannt sind, nicht iden­tirizirt werden. Mit ihrer Grösse und ihrer gestreckten Körperform nähert sich die Beocsincr Art dem von HECKEL beschriebenen Lates Partschii, welcher in einer feinkörnigen, weicheren Schichte des Grobkalkes bei Breiten­brunn im Leithagebirge gefunden wurde (op. cit. p. 265 tab. XY. tig. 1). Schade, dass wegen schlechtem Erhaltungszustand beider Arten, aber besonders der Beocsiner Art, eine Yergleichung unmöglich ist. Es zeigen sich jedoch wesentliche Unterschiede auch in der Form der Wirbelkörper und in den Schuppen, welche zwar auch bei Partschii ziemlich gross sind, aber die Grösse der Beocsiner Beste dennoch nicht erreichen. In dieser Hinsicht nimmt die Beocsiner Art eine Mittelstelle zwischen dem eocänen L. gibbus und dem obermedit.erranen L. Partschii ein. Der von KRAMBEROER-GORJANOVIC aus dem sarmatischen Tripoli­schiefer von Dolje (Croatien) beschriebene Lates croaticas (op. cit. p. 11. tab. IY. hg. 1. *-mal vergrössert) ist bedeutend kleiner, wie die Beocsi­ner Art und die früher erwähnten fossilen Arten, denn er erreicht nur eine Länge von 62 mm. Eine genauere Yergleichung ist wegen Man­gelhaftigkeit der Beocsiner Beste nicht möglich ; und obgleich sie in Bezug ihres geologischen Alters nahe stehen, zeigt sich in den Bücken­tlossen und in den Schuppen ein so wesentlicher Unterschied auch zwischen diesen beiden Arten, dass ihre Identität ausgeschlossen wer­den muss. Mit Hinsicht darauf, dass aus dem Pliocän noch keine ausgestor­bene Lates-Art bekannt ist, können die Beocsiner Beste, obwohl ihre specifischen Charaktere nicht genauer festgestellt werden konnten, zum Behüte des bequemeren Citirens, Lates pliocaeuus genannt werden.

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