Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 2. (Budapest 1904)
Koch, A.: A beocsini czementmárga kövült halai
DIE FOSSILEN FISCHE DES BEOCSINER CEMENTMERGELS. 4F) sehr jungen und weniger hervorragenden Zahn je ein abgebrochener an beiden Seiten. Aus diesen Resten ist deutlich zu entnehmen, dass in Hinsicht der Anordnung, Abnützung und Ergänzung der Zähne hier dieselben Verhältnisse herrschten, wie sie R, OWEN (op. cit. p. 126) für die recenten Sphyraeutt genau festgestellt und beschrieben hatte. Die sackförmigen dicken Wurzeln dieser Zähne, wie das Eig. 1, 2 und 4 auf Taf. VI gut zeigen, bestehen aus spongiöser Yasodentin-Substanz, welche von der fibrös-spongiösen Knochensubstanz des Kiefers deutlich absticht (Eig. 1,2 6 und 4 b), mit der Knochenwand der Alveolen jedoch fest verwachsen sind, in welcher Hinsicht sie also von Reptilienzähnen. an welche sie übrigens sehr erinnern, wesentlich abweichen. Noch wesentlicher aber ist der Unterschied darin, dass während die Zahnwurzel eines Reptilienzahnes hohl ist, und diese Höhle sich bis in die Zahnkrone erstreckt, bei unserem sauroiden Fische die Yasodentin-Substanz der Wurzel auch das Innere des Zahnkegels ausfüllt (Fig. 2 b und ti) und allmählig in die Dentinsubstanz des Zahnkegels übergeht, wenngleich mit freiem Auge eine gewisse Grenze zwischen beiden trotzdem zu bemerken ist. Diese compacte Zahnwurzel wird nach OWEN mit der Abnützung des Zahnkegels, in Folge des Druckes der in den benachbarten Alveolen sich entwickelnden Ersatzzähne, endlich entweder ausgestossen, oder resorbirt. infolge dessen dann in den Lücken der Ersatzzähne entweder grosse Alveolen, oder deren oberflächliche Spuren zurückbleiben, wie man das auch an den Beocsiner Resten beobachten kann. Die Form und Sculptur der Zähne sind an den Beocsiner spliyraenoiden Fischresten sehr eigenthümlich, und in dieser Hinsicht zeigen sich die grössten Abweichungen von den bisher beschriebenen fossilen Sphyraenodus-Arten. Die Zahnkegel, wenn sie noch jünger sind, krümmen sich gleich von der Emailbasis an nach einwärts, sind also mehr oder weniger hakenförmig; die älteren und stärker abgenützten Zähne jedoch erheben sich zuerst senkrecht aus dem Kiefer (Taf. VI. Fig. 1), und nur weiter oben krümmen sie sich hakenförmig. Die Basis der Zähne erscheint breit konisch, weiter hinauf aber wird der Kegel schlanker und ist von aussen gegen innen etwas zusammengedrückt; schliesslich verjüngt er sich plötzlich, krümmt sich nach innen und endigt in einer scharfen Spitze. Aber auch der Umfang der Zahnbasis ist nicht kreisförmig, sondern von aussen nach innen zu etwas zusammengedrückt. Das beweisen die Maasse an der Basis von mehreren Zähne verschiedener Entwicklung und die Verhältnisszahlen der Höhe des Zahnkegels.