Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 2. (Budapest 1904)
Győrffy, I.: A magyarföldi flóra új Gymnadenia-faja
NEUE GYMNADENIA-ART AUS DEM UNG. FLORENGEBIETE. 24-7 ziemlich dicht unterbrochen werden ; die Konturlinien dieser Spaltöffnungen sind viereckig. (Fig. 6.) Am Querschnitt vom Hauptnerv des Blattes sehen wir auf beiden Seiten des Blattes eine einschichtige, dünnwandige, grosslumige Epidermis, deren Cuticula gefaltet ist und welche das in Palissadengewebe und Schwammparenchym nicht differenzirte, also «homogene» Chlorenchym einschliessen. (Fig. 7.) Im Chlorenchym sieht man einige, grosslumigere, dickwandigere Schläuche, welche Baphiden-Biindel enthalten, und deren Pachtung mit der organischen Achse immer zusammenfällt, also der Länge der Blätter entspricht. Die einzelnen Krystalle sind durch eine schleimige Gummisubstanz zusammengeklebt und bilden so Bündel. Die Epidermiszellen der Blattoberseite sind, wie es auch die Abbildung zeigt, wcitlumiger als die der Unterseite, welche von Spaltöffnungen ziemlich häufig unterbrochen werden. Bei den Spaltöffnungen sind sowohl die epi-, wie die hypobasalen Cuticularleisten vorhanden. (Fig. 8.) Dass sowohl auf der Blattoberseite, wie auf der Blattunterseite Spaltöffnungen vorkommen, ist daraus erklärlich, dass die Blätter nahezu vertical stehen. Das Blatt hat beim Querschnitt des Hauptnerves seinen grössten Durchmesser, gegen die Bänder verschmälert es sich keilförmig. (Fig. 9.) Sein Gefässbündel ist «eingebettet» von den parenchymatischen Zellen des dünnwandigen, Chloroplaste enthaltenden Chlorenchyms umgeben. Gymnaäenia Frivaldii: Im Flächenechnitt der Epidermis von der Blattoberseite erscheinen die Epidermiszellen ungefähr isodiametrisch, zwischen diesen sind die in ihrer Kontur kreisförmigen Spaltöffnungen in nicht geringer Zahl vertreten, deren Schliesszellen, von oben gesehen, halbmondförmig sind. (Fig. 10.) Ebenso isodiametrisch sind auch die Epidermiszellen der Blattunterseite. Im Querschnitt des Blattes ist das Mesophyll weniger stark entwickelt wie bei G. Richteri und auch die Zellen der unteren Epidermis sind gross, weitlumig, der Unterschied zwischen den Zellen beider Epidermen ist nicht so gross wie bei denen von G. liiclileri. (Fig. 11.) Baphiden-Schläuche sind auch hier vorhanden. Die Spaltöffnungen sind sowohl auf cler Blattoberseite, als auch auf der Blattunterseite ziemlich häufig. Im Querschnitt zeigen die Spaltöffnungen dasselbe Bild, wie jene von G. Richteri. Der Querschnitt des Hauptnerves weicht von dem der G. Richten ab, denn hier ist das Blatt überall planparallel und unter dem Hauptnerv gegen die Blattunterseite gewölbt. (Fig. 12.) * Wenn wir jetzt die anatomischen Unterschiede, die ich bei beiden Pflanzen constatiren konnte, vergleichen, so leuchtet es hervor, dass die Abweichungen folgende sind :