Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 1. (Budapest 1903)

Madarász, Gy.: Drei neue palearktische Vogelarten

ANNALES MU SEI NATIONALIS HUNGARICI. 1903. DREI NEUE PALAEARKTISCHE VOGELARTEN. Von Dr. JULIUS V. MADARÁSZ. 1. Merula algira n. sp. Das Männchen gleicht dem Männchen der auf den Kanarischen Inseln vorkommenden M. cabrerae HART..* von welchem es jedoch haupt­sächlich durch seine auffallend kurzen Flügeln und seine verlängerten ersten Schwingen wesentlich abweicht. Die erste Schwinge der M. algira ist nämlich bedeutend länger als die Deckfedern der Schwingen erster Ordnung, bei M. cabrerae ist Bio ebenso lang, wie letztere; hingegen ist dieselbe bei M. merula (L.) und der von mir in den Ornith. Monatsb. XI. No. 12, 1903 beschriebenen M. alerrima aus dem Kaukasus, stets viel kürzer als die Deckfedern der Schwingen erster Ordnung. Totallänge circa 21') Flügel I 1*6, Schwanz 11. Schnabel 2-2, Tarsus 3"5 cm. Weibchen unbekannt-. Das hier beschriebene und in der Sammlung des Ung. National­Museum s befindliche Männchen stammt von der nordöstlichen Küste Algiers, aus der Umgebung von Bone ; es ist daher als sicher anzunehmen, dass diese Art auch in Tunis heimisch ist. 2. Cinclus kiborti n. sp. Diese Art steht zwischen C. sordidus GOULD und C. bilkevitclii XARD. Die Rückenseite ist ähnlich gefärbt wie bei C. cas hmeri amis GOULD, * Es ist zu bemerken, dass die Weiden in der Sammlung des Ung. National­Muséums befindlichen Schwarzdrosseln, welche von den Kanarischen Inseln stam­men. seinerzeit durch E. HK.LLMAYR als M. canariensis n. sp. bezeichnet wurden. HKI.LMAYH hat jedoch von der Beschreibung dieser nenen Art abgesehen, da er er­fahren hatte, dass Dr. HARTKRT zu derselben Zeit die von den Kanarischen Inseln herstammende Schwarzdrossel zu beschreiben beabsichtigte. Diese Bemerkung ist darum begründet, weil die Beschreibung der M. cabrerai HART. (Nov. Zool. IX. p. 3:23) mit deu Exemplaren der M. canariensis (HELLM. in litt.) nicht vollständig übereinstimmt. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass der Schnabel des Weibchens bei M. canariensis nicht schwarz, sondern ebenso lebhaft orange­gelb ist, wie der des Männchens. Zum Schlüsse bemerke ich noch, dass während der Typus M. cabrerae HARTERT'S aus Tenerife stammt, die Exemplare der M. canariensis HELLMAYR'S aus Terror, Gr. Canaria herstammen.

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