Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 1. (Budapest 1903)
Enderlein, G.: Die Copeognathen des indo-australischen Faunengebietes
COPEOGNATHEN DES INDO-AUSTRALISCHEN FAUNEN Gl BJETES. 285 halb so breit als die Stirn, nochmal so breit als lang, quer oval ; Vorderrand leicht gerundet. Kiefertaster haarlos, ziemlich kurz, dünn, cylindrisch ; der Basaltheil, in welchen sie inseriren (no. 98), sieht fast so aus, als wenn hier ein fünftes Glied wäre ; erstes Glied länger als gewöhnlich, so lang als der Grundtheil, cylindrisch ; zweites Glied so lang als das erste, die leicht erweiterte Spitze schräg abgeschnitten ; drittes Glied kürzer und dicker, cylindrisch ; viertes Glied halbmal länger, aber nicht stärker, cylindrisch, spitz zulaufend ; innere Kieferlade dünn, in der Mitte etwas dicker, zweispitzig. Lippentaster von oben gesehen mit kreisförmigem, grösseren Grundgliede und kleinem, ovalem Endgliede. Fühler kurz, kaum länger als der Leib, dick, behaart, 13-gliedrig ; die bei dein Grund wenig stärker, das erste cylindrisch, das zweite etwas länger, mehr eiförmig, an der Spitze seitlich gesehen ausgeschnitten (no. 98) ; die Fühlerborste ist nur wenig dünner, kräftig, cylindrisch, und nimmt gegen die Spitze hin nur langsam ab ; drittes Glied (erstes der Borste) am längsten, länger als 1. und 2. ; 4., 5., ö. jedes halb so lang als 3.; 7—12. etwas kürzer, gleich lang; 13. etwas länger als 4., cylindrisch, mit einer scharf abgesetzten, sehr, kurzen, ovalen, etwas dünneren Spitze. Die Glieder haben rings umher Kreise langer Haare, ö am dritten, drei an den folgenden Gliedern, vier am letzten, wodurch die Glieder quer geringt erscheinen. Die Haare entspringen stets aus einem kleinen, soliden, dreieckig vorspringenden Höcker der Fühlerhaut. Prothorax deutlich, abgesetzt als ein Querwulst, nur wenig schmäler als der Kopf. Mesothorax oben mit der gewöhnlichen Kreuznaht. Füsse kräftig, lang, die Hinterfüsse den Leib weit überragend, fast bis zur Spitze der Unterflügel reichend ; die Vorderfüsse sind an der Basis etwas weiter getrennt, ihre Schenkel etwas stärker als die anderen; Coxa und Trochanter gross, Schenkel aber convex; Schiene so lang 'als Schenkel und Trochanter, dünner, cylindrisch, leicht gebogen ; Tarsus zweigliedrig, kürzer als die halbe Schiene, das erste Glied etwas länger. Ein sehr rudimentäres Endglied trägt zwei stark gekrümmte, scharfe Klauen, mit dickerem Basaltheil, und unter jeder einen doppelt gekrümmten Haftschlauch von der Länge der Klaue. (Hinterfuss no. 98 ; Vorderfuss no. 97.) Die Flügel sind schwer sicher zu stellen, da das Geäder unvollständig ausgebildet ist, die Stücke schlecht lagern und zum Tlieil nur soeben ausgeschlüpft sind. Oberflügel schmal, lang, dreimal so lang als breit ; Hinter- und Vorderrand beide gleich, flachconvex, Spitze stampf gerundet ; Subcosta endet bogig vor der Mitte der Costa (no. 99) oder am Pterostigma ? (no. 97) ; der Costalraum ist stark vertieft ; Mediana kräftig, endet vor dem Spitzendrittel in leichtem Bogen, giebt aber vorher in der Mitte des Flügels einen schrägen Ast zur Costa, die Innenader des Pterostigma. Dieselbe ist mitunter gar nicht deutlich, mitunter (no. 98) stark spindelförmig, als ob hier der Pterostigma-Sack vorhanden wäre. Submediana divergirt von der Media bis zur Mitte des Flügels, wo ihr ramus exterior den ramus interior der Mediana unter gleichem Winkel trifft; beide fliessen zu einem Stiel zusammen, der sich vor dem Spitzendrittel unter gleichem Winkel gabelt ; der obere Ast gabelt sicli nochmals und giebt einen kurzen Ast fast senkrecht zum Vorderrande ; der andere Ast läuft dem Vorderrande parallel und verschwindet bald in der Membran. Der untere Ast der Stielgabel geht etwas geschwungen zum llinterrande. Der ramus interior Submediana? läuft zum Hinterrande und bildet in der Mitte desselben eine lange, dreieckige Cellula postica. Die Analis ist kräftig und geht schräg vor der Mitte zum Hinterrande. Der Band ist dort etwas nach )