Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 1. (Budapest 1903)

Enderlein, G.: Die Copeognathen des indo-australischen Faunengebietes

COPEOGNATHEN OES INDO-AUSTRAL ]SCHEN FAUNENGEBIETES. 287 Flügel rudimentär und ohne Adern ;Fig. 50« linke Seite), oder aus­gebildet und mit Adern (Fig. 50 a rechte Seite). Vorderflügel (Fig. öOa rechte Seite) ziemlich klein, schmal, mässig dicht und ziemlich lang behaart. Aeus­sere Hälfte des Hinterrandes sehr lang und abstehend behaart. Adern wenig scharf. Ast r x verbreitert sich am Ende etwas ; diese Verbreiterung scheint ein Rudiment des Pterostigmas zu sein (Fig. 50a und Texttig. 1). Der Radialramus ist eine ziemlich lange Strecke mit der Media verwachsen und endet ohne Gabelung mitten im Flügel, wenigstens ist von der Gabelung nur eine äusserst geringe Spur angedeutet (Textfigur), Ebenso endet die Media ohne Gabelung mitten im Flügel. Cubitus gegabelt ; Bil­dung einer flachen 1. Cubitalzelle (Areola postica) Axillaris sehr breit, ver­schwommen. Hiiderflügel : Membran nur an der Spitze fein behaart. Rand; mit Ausnahme des Vorderrandes der Costalzelle. behaart, der übrige Vor­derrand lang behaart. Der I. Radialast (r,) schon von der Basis ab völlig isolirt. Radialramus ungegabelt. ebenso die Media, beide eine weite Strecke vereinigt. Axillarzelle sehr schmal. Die Anal- und Axillarzelle sind vom übrigen Flügel stark abgesetzt. Die Originaldiagnose lautet 1. c. 1882, p. 225: «Prothorace distincto, libero ; capite quadrangulari, impressione occipitali nulla, ocellis parvis approximatis ; palpis maxillaribus articulo primo et secundo œquali; antennis brevibus, l.'l articulatis ; alis planis, reticulatione imperfecta: tarsis biarticulatis. Diese merkwürdige Gattung gehört durch den oben frei sichtbaren Prothorax in dieselbe Gruppe wie Empheria und Tliylax; das unvollständige Geäder und das lange erste Tarsenglied unterscheidet sie von allen bekannten Gattungen.» Obige Bemerkung HAGEN'S ist unrichtig, denn einerseits haben viele niedrig stehende Gattungen einen stärker ausgebildeten und von oben sichtbaren Prothorax. andererseits haben Enipheiia und Tliylax drei­gliedrige Tarsen und sind schon deshalb nicht näher mit Arch ipsocus verwandt. Diese interessante Gattung war bisher nur aus dem Bernstein be-

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