Czére Andrea szerk.: A Szépművészeti Múzeum közleményei (Budapest, 2007)

JÜRGEN ZIMMER: Addenda - Weitere Zeichnungen von Joseph Heintz

gering verschiedene Varianten. Die Figur des Hieronymus in der Zeichnung ist derjenigen des Stiches ähnlich, mit ihrem ausgestreckten rechten Arm aber dynamischer als die Kilians, die mit angewinkeltem Arm stärker zusammengenommen ist und als mehr auf das Buch als auf den Täufer konzentriert scheint. Die Körperlichkeit der drei Gestalten kommt in der Zeichnung wesentlich stärker zum Ausdruck als in Kilians Stich, in dem die schweren Gewänder dominie­ren. Wegen all dieser Unterschiede ist es wahrscheinlich, dass Kilian nicht diese Zeichnung als unmittelbare Vorlage für den Stich benutzt hat, sondern eine andere, unbekannte Zeichnung. Das Blatt galt seit dem 18. Jahrhundert als Arbeit des Sienesen Francesco Vanni (1563-1610), der ein Jahr vor Heintz geboren wurde und ein Jahr später starb als dieser. DIE „ ADDENDA" 1. Jupiter und Amor nach Raffael (Rom, Villa Farnesina); schwarze Kreide auf Papier, 264x224 mm; o.l. eigenh. bez.: J. Heintz noh. Raph. Rom 1584; u.r.alt numeriert: No 6. - Provenienz: Basler Privat­besitz. - Kunsthandel: Emanuel von Baeyer, London, Meisterzeich­nungen und Olstudien von 1584 bis 1877. London 2003, S. 4 f. Nr. 1 mit farbiger Abbildung. - Verbleib unbekannt. Die Zeichnung steht (u. U. mit weiteren, bisher unbekannten) am Anfang des Raffael-Studiums von Heintz, dem sich der Maler schon zu Beginn seines Rom-Aufenthalts widmete. Weitere erhaltene Farne­sina-Nachzeichnungen von ihm sind Z88, A31 Abb. 63 und A32 Abb. 66 in Wien. [Foto: Courtesy E. von Baeyer, London] ! JOSEPH HEINTZ, JUPITER UND AMOR. VERBLEIB UNBEKANNT

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