Czére Andrea szerk.: A Szépművészeti Múzeum közleményei 102-103. (Budapest, 2005)

FRITZ KORENY: Die heilige Margareta. Versuch einer Standortbestimmung

26 27 MODELLZEICHNUNG EINER ..PRINZESSIN" MODELLZEICHNUNG EINES HUNDES (VERGRÖSSERT. ORIGINALGRÖSSE: 38 x 40 MM). (VERGRÖSSERT ORIGINALGRÖSSE: 38 x 40 MM). WIENER MUSTERBUCH. WIEN. WIENER MUSTERBUCH. KUNSTHISTORISCHES MUSEUM WIEN. KUNSTHISTORISCHES MUSEUM Madonna mit Kind in dem Jacquemart de Hesdin zugeschriebenen Stundenbuch für Jean, Duc de Berry von etwa 1390, 24 ist das Repertoire solcher Trichterfalten (ein­schließlich der von außen nach innen umschlagenden Mantelfalte) in extenso vorexer­ziert (Abb. 30). Man wird annehmen dürfen, daß derartige Vorlagen westlichen Ursprungs durch wandernde Gesellen „importiert" wurden und im böhmischen Ambiente, das den Zeichner der Mettener Bibel offenbar formte, jene deutlich formel­haftere Umprägung erfuhren, wie sie die in Feder ausgeführten Bibel-Illustrationen und die Budapester Zeichnung in gleicher Weise prägen. Wie den Beispielen abzulesen, verdichten sich die Hinweise zugunsten Böhmens. Weder für den westlichen, franko-flämischen Ursprung, der vermutet wurde, noch für eine österreichische Herkunft der Zeichnung finden sich hinreichend Belege. Dies gilt umso mehr als sowohl die Position der beiden kleinen Zeichnungen des Fogg Art Museum, Cambridge (Mass.) mit den Köpfchen einer Verkündigung (Abb. 31 und 32), die lange als franko-flämisch galten, als auch die des vielfach für die österreichische Kunst reklamierten Wiener Musterbuchs (Abb. 33 und 34) - die beide von den Verfechtern entweder kölnischer oder österreichischer Provenienz als Kronzeugen für

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