Tátrai Vilmos szerk.: A Szépművészeti Múzeum közleményei 84. (Budapest, 1996)

CIFKA, BRIGITTA: Gemälde von Friedrich von Amerling im Museum der Bildenden Künste

35. Friedrich von Amerling : Moses und die Eherne Schlange, 1829. Budapest, Museum der Bildenden Künste stellt. Den Hintergrund bildet ein kahler Berg. Im Vordergrund, am Hügelhang, der sich dem Betrachter zuneigt, kann der junge Künstler zur seine Fähigkeit „in der Grup­pierung, im Ausdruck verschiedenen Alters und Geschlechtes, im Nackten und in Ge­wändern... zu zeigen", und zwar in den mannigfaltigsten Körperhaltungen vom knien­den Danksager bis zur Figur, der noch im Sterben mit der Schlage ringt. Bei der Restaurierung des Gemäldes (1995) 5 hat es sich festgestellt, daß Amerlings außerordentliches koloristisches Talent bereits voll ausgereift war. Die hellen, ausge­sucht lebhaften Farben vermochte er einheitlich zusammenzufassen, stellenweise ge­lang ihm das Helldunkel meisterhaft. So bei der in jeder Hinsicht am besten gelösten Gruppe rechts im Vordergrund, in der sieben Personen harmonisch ineinandergefügt sind. Der Akzent liegt auf einem jungen Mädchen, deren ausgestreckte Rechte und ganze Figur auf Moses ausgerichtet ist. Ihr Umhang flattert wie ein Segel, aus dem zusammengehaltenen Haar hat sich eine Strähne losgelöst, die linke Brust ist unbe­5 Das Gemälde überdauerte den Weltkrieg in zusammengerolltem Zustand, danach wurden geringfü­gige Schäden unsachgemäß behoben. Im Jahr 1995 wurde der ursprüngliche Zustand durch ein Restauratorenteam unter Miklós Szenkirályi wiederhergestellt.

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