Garas Klára szerk.: A Szépművészeti Múzeum közleményei 60-61. (Budapest, 1983)
GARAS, KLÁRA: Sammlungsgeschichtliche Beiträge zu Raffael. Raffael-Werke in Budapest
42. Raffael: Bildnis des Pietro Bembo. Budapest, Museum der Bildenden Künste Bellis im wesentlichen ähnlich erscheint — man vergleiche unter anderen die an der Spitze etwas lange, feingewölbte Nase, den kurzen, geschweiften Mund, das leicht gewellte Haar und den verhältnismässig langen Hals (Abb. 43). Das rote Wams, die an geistlichen Stand weisende rote Kappe deuten möglicherweise auf Bembos Zugehörigkeit zum Johanniterorden hin, er war vor 1510 schon „ferier di Rodi" — die zusammengefaltete Carta in seiner Hand steht wohl als Attribut für den Poeten und Humanisten, die Burg auf dem Hügel im Hintergrund erinnert an die Ansicht von Urbino. Vor dem Auftauchen des Bildes in der Sammlung Esterházy — im Katalog von 1812 als Bildnis Raffaels von Luini — schien nichts darüber vermittelt worden sein; nun können wir aber mit Hilfe der neuveröffentlichten BarberiniInventare die Herkunft genauer bestimmen. Aufgrund der ausführlichen Beschreibung lässt es sich mit jenem Bildnis identifizeren, das 1686 im Besitz von Maffeo Barberini, Principe di Palestrina auf folgende Weise zitiert ist „Un ritratto in tavola d'un giov'e che tiene una berretta rossa in testa, veste rossa p. di sotto, e sopra nera, con la mano dritta tiene una carta e la manca la tiene appoggiato alto pi 2 1/2 largo 1 1/2 in circa con cornice all'antica dorata di mano