Garas Klára szerk.: A Szépművészeti Múzeum közleményei 60-61. (Budapest, 1983)

GARAS, KLÁRA: Sammlungsgeschichtliche Beiträge zu Raffael. Raffael-Werke in Budapest

38. Skizze zur Madonna Esterházy. Florenz, Uffizien jedoch nichts: Ende des 18. Jahrhunderts besassen die Albani in Rom nur mehr Kopien von Raffaelschen Madonnenbildern — etwa der „Madonna del Passeg­gio" und der „Madonna mit der Nelke" —• und in Urbino vermeintliche Bild­nisse von Raffael. 13 Papst Klemens XI. galt übrigens als besonderer Verehrer von Raffael — er sorgte bekanntlich für die Restaurierung der Fresken im Vatikan, auch hatte er den Ausfuhr von Kunstwerken mit strengen Erlässen und eventuellen Ankäufen einzuschränken versucht. Der Erwerb eines Originalwerkes von Raffael gehörte seit dem 16. Jahr­hundert zu den äussersten Seltenheiten. Es gab deren tatsächlich nur wenige und die waren meist in festen Händen: von Königen und Fürsten heiss begehrt waren sie nur schwer und dann zu einen fabulösen Preis zu haben. 14 Es waren 13 Zu beachten wäre hier die näher nicht gedeutete Bemerkung Orazio Albanis, Bruder des Papstes, in einem Brief von 31 VIII. 1708. Er schickt ein Bild Baroccis nach Urbino „insieme con un altro, che ho assal bello, di Raffaello con strettissimo legame di fidei commesso, che non si possano dai miéi eredi mai alienare ne levarli d'Urbino" s. P a s s a v a n t : a. a. O. II. S. 390. In D o 1 c i s, M.: Notizie délie pitture che si trovano nelle chiese e nei palazzi d'Urbino, 1775 (Rassegna Marchigiana, 1933 XI. S. 283, 311) im Palazzo Albani nur ein „Ritratto di Raffaele" und eine ,, testa" erwähnt. 14 So Herzog Guidobaldo von Urbino auf die Anfrage des spanischen Staatsmi­nisters Antonio Perez, der ,,si moriva di voglia d'haverne uno di Raffaello . . . che più stimava un dono di questa sorte che quella d'una cittä" 1573 in Antwort: ,,1'haver quadri di man di Raffaello d'Urbino é cosa dificilissima". So auch Francesco Maria, Herzog von Urbino auf eine ähnliche Bitte in 1611 ,,. . . quanto à quella di Raffaello ve n'e tanta carestia, che chi l'ha, le tiene troppo care et è gran tempo ch'io ne vado cercando se ben in vano, et le pagherei qualche migliaro di scudi". S. Gronau, G.: Documenti artistici urbinati. Firenze, 1936. S. 52, 209. Ein Jahrhundert später

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