Garas Klára szerk.: A Szépművészeti Múzeum közleményei 56-57. (Budapest, 1981)

GARAS, KLÁRA: Christian Seybold und das Malerbildnis in Österreich im 18. Jahrhundert

85. Christian Seybold: Selbstbildnis. Mainz, Mittelrheinisches Landesmuseum der Rechten, eine Schritfrolle in der Linken. Das Gesicht ist um etwas hagerer, der Mund noch stärker zusammengekniffen, die Furchen sind schärfer geworden. Der Maler scheint um einige Jahre älter zu sein. Die Schrift, ein Dokument, in der Hand ist sicher von Bedeutung, sie kann am besten als das Ernennungs­clekret zum Kabinettsmaler gedeutet werden, entweder das sächsisch-polnische von 1747 oder das kaiserliche vom Jahre 1749. Das vierte Selbstbildnis Seybolds in Budapest, ein Bruststück aus der Esterházy-Sammlung, zeigt den Künstler mit stark ausgemergelten Zügen, tro­ckener, runzeligen Haut und ergrautem Haar an den Schläfen (Abb. 84).-° Nur der Blick ist ungebrochen, ernst, wachsam, in sich gekehrt. Der Vergleich mit den datierten Bildnissen in Nürnberg vom Jahre 1759 und in der Liechtenstein­Sammlung in Vaduz spricht dafür, daß wir es hier mit einem späten Werk der fünfziger Jahre zu tun haben. 2(1 Inv. Nr.: 421, öl, Kupfer 40,5X30. Aus der Esterházy-Sammlung, mit Gegen­stück „Bildnis seiner Magd" (oder auch Bildnis seiner Tochter). S. Pigler: a.a.O. S. 638.

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