Kaposy Veronika szerk.: A Szépművészeti Múzeum közleményei 42. (Budapest, 1974)

SCHINDLER, WOLFGANG: Römischer Porträtkopf im Museum der Bildenden Künste

16. Diokeltian-Porträt aus Izmit. Istambul. Die Ausweglosigkeit dieser Situation spiegelt sich ergreifend in den Porträts des 3. Jhs. wieder. 25 Dabei gerät das Individuationsprinzip als gesellschaftstragende Komponente in zunehmende Isolierung. Diese Verhärtung des Individuellen, die für die imposante Reihe der Kaiserporträts dieser Epoche typisch ist, hat seinen Einfluß auf die Privatporträts in erstaunlich starkem Maße geltend gemacht. Sie ist auch unserem Köpfchen klar abzulesen. Alle Versuche, Individuum und Gemein­schaft einer neuen, gesellschaftlich tragenden Synthese zuzuführen, waren zum Scheitern verurteilt, eine Krisenerscheinung, die für das Verständnis sowohl der gesellschaftlichen wie der bildkünstlerischen Entwicklung von grundlegender Bedeutung ist. Erst in der zweiten Hälfte des 3. Jhs. u. Z. vermochte es Diokletian, einerseits in Anpassung an die herrschenden Verhältnisse, andererseits unter Fortführung 25 Vgl. Heintze, H. v. : Porträt-Plastik 12 tï. Ri w k i n, B. 1. : Kunst der anti­ken Welt. Dresden 1972, 316ff. Bianchi Bandinelli, R. : Rom — Das Ende der Antike 3ff.

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