Radocsay Dénes - Gerevich Lászlóné szerk.: A Szépművészeti Múzeum közleményei 27. (Budapest,1965)
NOVOTNY, FRITZ: Zu einem Aquarell von Anton Romako
rell mit den Rittern im Duell allerdings nicht. Wenn wir aber, wie üblich bei der Betrachtung und Beurteilung eines naturalistischen Werkes, nach dem Anteil nichtnaturalistischer Züge, freier Formelemente suchen, so zeigen sich diese — abgesehen von vielen kleinen Einzelheiten •— in der zweifellos ein wenig übertreibenden Blautönung der Rüstungen. Damit wird die exakte Modellstudie über ihren Studiencharakter hinausgehoben. Das ist gewiss keine für Romako im besondern bezeichnende Eigentümlichkeit, aber sie hat doch im Ganzen seiner Kunst eine besondere Rolle, in dem so seltsamen Konglomerat aus intensivem Naturalismus und malerisch wie graphisch freier Form, aus Wirklichkeitsschilderung und oft visionärer Phantastik. Die Unruhe und Unausgeglichenheit in der Malerei jener Epoche hat in vielen extremen Eigenheiten der Kunst Romakos individuellen Ausdruck gefunden, und es ging dabei nicht selten, in diesem besonderen Fall Romako vor allem, um Spannungen von der fruchtbaren Gattung. Ein wenig davon sehen wir auch in dem Aquarell mit den kämpfenden Rittern gespiegelt. FRITZ NO YOTNY (Wien) 5* 67