Csánky Dénes szerk.: Az Országos Magyar Szépművészeti Múzeum Évkönyvei 10. 1940 (Budapest, 1941)

Nikolaus Csánky: Das Bartfelder Madonnen-Bild

Titel „Imago Sancti Egidy Abbatis" verzeich­net. 80 Die Zeit der Fertigstellung des Haupt­altars ist in einem anderen Manuskript, in dem zwischen 1448 und 1502 geführten Liber Ecclesiarum 51 wie folgt eingetragen: Anno Domini 1466 perfecta est imago et tabula magna Beati Egidii ... 62 Auf Grund des in Bartfeld verhältnismässig in grosser Zahl er­haltenen Tafelmaterials erscheint unsere Be­hauptung, dass in jener Periode — zur Zeit der Entstehung des Rahmenbildes — der Bartfelder-Krakauer Meister der einzige Ma­ler war, der eine grosse Tätigkeit in Krakau entfaltete und sich mitunter auch in Bart­feld aufhielt, folgerichtig, ja sogar stichhäl­tig. Aus den Urkunden, wie auch aus jenem Umstand, dass die Errichtung des Bartfelder Hauptaltars sich verzögert hatte, geht her­vor, dass Jakob von Sandez einer der meist gesuchten Maler des Karpathenlandes und Krakaus gewesen sein mag. Die Krakauer Aufzeichnungen nennen seinen Namen zu­erst im Jahre 1443. 53 In den sechziger Jahren wissen wir von seinen ständigen Krakauer Verbindungen: am 12. Mai 1460 verpflichtet er sich vertraglich zur Bemalung einer die Passion darstellenden Tapete („ Jacobus pictor 80 Eingehend veröffentlicht von Mihalik, a. a. O. S. 195—197. 61 Iványi, a. a. O. R. 517. 83 Zuerst von Viktor Myskovszky mitge­teilt: Die mittelalterlichen Kunstdenkmäler Bartfelds (Bártfa középkori műemlékei). I. Budapest, 1879. S. 17., 33. 53 Vgl. Jan Ptaánik: Cracovia artificum 1300—1500. Krakow, 1917. R. 390. depingere dedebit in huiusmodi cortina Passionem nostri Salvatoris cum Jerusa­lem" 54 ), während im Jahre 1464 er im Zusam­menhang mit einer gewissen Decke für das Bild der Hl. Jungfrau erwähnt wird. 65 Den Bartfelder Auftrag erledigt er bereits aus Sandez, wo er zur gleichen Zeit in der Pfarr­kirche eine Arbeit ausführte. 58 Von hier aus unternimmt er Reisen nach Krakau, einmal wegen eines geschnitzten Bildes („noch eynen geschn^tinen bilde" 87 ), ein anderes Mal um Farben zu kaufen. 58 Der stilkritische Ver­gleich der aus dem Bartfelder Hauptaltar einzig erhaltenen plastischen Figur, der Ge­stalt des St. Ägidius, mit den Plastiken des Waweler Altars, widerspricht keineswegs der Identifizierung mit Meister Jakob, ja im Ge­genteil, scheint ein solcher Vergleich unsere Annahme zu unterstützen. Doch die urkund­lichen Daten der Krakauer Denkmäler sind leider gänzlich unbekannt. Solange also aus Krakau, Sandez oder Bartfeld keine weiteren geschriebenen Quellen oder etwa ein gemal­tes Fragment des alten Hauptaltars zum Vor­schein kommen, kann man in der Frage der Identifizierung die Grenze der Hypothese nicht überschreiten. NIKOLAUS CSANKY 54 Ptaánik, a. a. O. R. 523. 55 Ptaánik, a. a. O. R. 544. 58 Iványi, a. a. O. R. 1634. 67 Iványi, a. a. O. R. 1417. 58 Veröffentlicht von Abel, a. a. O. S. 535— 536. III. — Iványi, a. a. O. R. 1625.

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