Petrovics Elek szerk.: Az Országos Magyar Szépművészeti Múzeum Évkönyvei 6. 1929-1930 (Budapest, 1931)

Deutsche Auszüge der im Band VI enthaltenen Aufsätze

JAHRBUCHER DES MUSEUMS DER BILDENDEN KÜNSTE IN BUDAPEST HERAUSGEGEBEN VON DER DIREKTION DEUTSCHE AUSZÜGE DER IM BAND VI ENTHALTENEN AUFSÄTZE Studien in der Skulptur eil-Samm­lung des Museums der Bildenden Künste VON JOLÁN BALOGH ín diesem Aufsatze fasse ich die Ergebnisse meiner während des letzten Jahres in unserer Sammlung gemachten Studien zusammen, welche teils zu neuen Attributionen und Da­tierungen unserer Stücke führten, nur teils auch Anlass boten, die damit eng verknüpften allgemeinen Probleme zu beleuchten. /. Venezianische Schule XII —XIII. Jahrh. Abb. 4. (früher venezianisch XIV. Jahrh. benannt). Es ist ein wichtiges Werk des vene­zianischen Dugento, welches mit der «Nogno»­Gruppe (Abb. 1 ) der Basilica von S. Marco enge stilistische Verwandtschaft zeigt, so dass man annehmen kann, es sei in demselben künstlerischen Kreise, aber etwas später als die berühmte Gruppe entstanden. In seinem Stile verschmelzen sich byzantinische (ikono­graphischer Typus vgl. Abb. 5), antike (Ge­wandmotiv) und, wenn auch nicht unmittel­bar, lombardische (Kopftypus vgl. Abb. 2—3) Elemente in glücklicher Harmonie. Abb. (>. (früher venezianisch N1Y. Jahrb.). Ebenfalls ein venezianisches Relief aus dem Dugento, welches einen in Venedig und Um­gebung häufig vorkommenden, auf die byzan­tinische Kunst zurückgebenden tomographi­schen Typus repräsentiert. Abb. 7. Venezianischer Pozzo, den man auf Grund der Dekorationsmotive ungefähr 1200 datieren kann. //. Venezianische Schule XV. Jahrh. Abb. 10. (bisher Pyrgoteles). Dieses Ma­donnenrelief ist den Madonnenkompositionen des Pietro Lombardi im Ca' d'oro (Abb. 8.) und in New-York (Abb. 9.) so nahe ver­wandt, dass man es diesem Meister mit voller Berechtigung zuschreiben dürfte. Abb. II. (bisher Oberitalienischer Meister). Ein schwaches Madonnenrelief aus der Kunst­provinz Veneto, in dem sich die Einflüsse der führenden venezianischen Künstler spiegeln. ///. Bolognesische Schuh- XV. Jahrh. Abb. 14—15. (früher urnbrisch). Madonnen­relief von einem bolognesischen Meister, der unter dem Einflüsse Niccolô dell'Area's ge­arbeitet bat. Seine Madonna mutet wie eine schwerfälligere Umgestaltung der Madonna della Piazza an. (Abb. 12—13.) IV. Lorenzo Ghiberti. Abb. 16—18. (früher Del'o Delli, Meisler des Altars von Modena, Meister der Pellegrini­Kapelle, Nachfolger Jacopo della Quercia's). Auf Grund der Stilanalogien, welche sich im Aufbau (vgl. Abb. 19—20), Gewandmotiven

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