H. Csukás Györgyi szerk.: TÉKA 1984 2. (Szentendre: Szabadtéri Néprajzi Múzeum, 1984)
Rekonstruktion eines ausgestorbenen Handwerkszweigs, sondern stellten auch viele als Familienandenken aufbewahrte Werkzeuge dem Museum zur Verfügung. Ledernes Unterbett aus Székesfehérvár Ein einzigartiger ethnographischer Gegenstand geriet durch Schenkung ins Museum: ein mit Flaum gefülltes ledernes Unterbett. Es war in Besitz einer Székesfehérvárer Bürgerfamilie von Rang, und gehörte im 19. Jh. zur Einrichtung des Kelterhauses auf dem Weinberg. Nach der Familientradition hat der Großvater des Schenkers, Joseph Janny /1814-1892/, Schuldirektor und hervorragende Persönlichkeit des Musiklebens der Stadt, das "Beer" genannte Unterbett bereits bestimmt benutzt. Die historischen Angaben und bildkünstlerischen Darstellungen zeigen die Verwendung von Unterbetten aus Leinwand für allgemein, annehmlich waren aber bei vornehmeren Schichten auch lederne Unterbette in Verwendung. In musealen Sammlungen gibt es bisher nur dieses einzige Exemplar. Zur Arbeitsmethode von László Vargha Im Laufe der Inventaraufnahme der Sammlung der Ungarischen Volksarchitektur, die László Vargha kurz vor seinem Tode 1984 dem Freilichtmuseum geschenkt hatte, werden die wesentlichen Züge seiner Arbeitsmethode ersichtlich: die Prezision seiner Aufn hmen, die klare Ordnung und Identifizierbarkeit der verschiedenen Dokumentationen. Die Photos enthalten genaue Ortsbestimmungen und das Datum der Aufnahme, sie können mit den zum gleichen Bauobjekt gehörenden Vermessungen - gleichfalls mit genauen Bestimmungen und Angabe der Mitarbeiter - und Aufzeichnungen identifiziert werden. Als Beispiel für seine sorgfältige technische, volkskundliche, kunsthistorische und kulturgeschichtliche Datenaufnahme werden hier einige aus Gyöngyös, Kiskőrös und Kide /Rumänien/ stammenden Vermessungen gezeigt.