Füzes Endre: A szántalpas hombártól a tájházig (Skanzen könyvek. Szentendre, Szabadtéri Néprajzi Múzeum, 2012)
Népművészet - népi iparművészet - A Janus Pannonius Múzeum szaru sótartói
Die Horn-Salzfässer des Janus Pannonius Museums Die Schnitzereien bilden ein bedeutendes Gebiet der ungarischen Volkskunst. Die volkliche Schnitzereikunst, die sich durch ihre Menge, durch den Abwieschlungsreichtum der Ornamente und der dekorierten Gegenstände weir aus der Volkskunst der europäischein Völker hervorhebt, hat auch in der volklichen Kultur Transdanubiens einen bedeutenden Platz inne. Obzvvar sich allgemein und auch in der Fachliteratur die Meinung verbreitet hat, dass die Hirtenkunst Transdanubiens vornehmlich in den Komitaten Veszprém, Zala und Somogy geblüht habe, ist es unzweifelhaft, dass dieser Zweig der volklichen Dekorationskunst auch im Komitate Baranya von Bedeutung war. In den vergangenen Jahrhunderten gab es auch hier, besonders im südlichen Teil des Komitates, bedeutende extensive Viehzucht. Sicherlich entwickelte sich parallel mir den grossen Viehbeständen auch die Schicht der Ilirten und so die Hirtenkunst. Später, um die Jahrhundertende kamen neben den Hirten-Schnitzern auch Forstmänner Förster, Jäger, sowie Landwirtschaft treibende Bauern als Schnitzer zum Vorschein, von deren Händen Schnitzereien - darunter auch Horn-Salzfasser - in grosser Zahl in private und gemeinschaftliche Sammlungen gelangten. In der volklichen Schnitzereisammlung des Janus Pannonius Museum belegen die Horn-Salzfasser einen bedeutenden Platz. Die in der Fachkartei geführten 56 HornSalzfässer kamen zwischen 1907-1960, in mehreren Gruppen in den Besitz des Museums. Die meisten wurden in den Jahren 1934/35 gesammelt. Die aus Horn angefertigten Salzfässer sind alltägliche Gebrauchsgegenstände. Der Hirt auf der Weide, der Förster im Wald, der Jäger trug es immer bei sich, damit es bei der Einnahme der Mahlzeit immer bei der Hand sei. Deshalb war die Rolle der Salzfässer auf die Ernährung des Volkes begrenzt. Nach der Jahrhundertwende, besonders in den letzten Jahrzehnten, als die volkliche Schnitzerei infolge der Kcnjuktur der Museen, und Privatsammler zum Gewerbe wurde, wurden auch die Horn-Salzfässer volkliche Dekorationsgegenstände, gesuchte Kunstgegenstände. Die Horn-Salzfässer wurden folgendermassen angefertigt. Vom Horn des weissen Rindes (Bos printigenius hungaricus) wurde ein drei Finger breiter Ring abgesägt, weichgekocht, sodann auf einen Rahmen geschlagen. Am Rahmen trocknete er und gewann auf dieser Weise die ihm eigene ovale Gestalt. Nachher entfernte der Schnitzer den überflüssigen Teil mit dem Messer, schitzte aus Holz einen Sockel und Deckel dazu, und schmückte die Seite des fertigen Salzfasses mit Schnitzerein. Im gründe genommen finden wir zwei Arten der Schmückungstechnik auf den Salzfässern; die Technik des Gravierens und die Technik des Ritzens. An jede den beiden Techniken knüpft sich eine besondere Methode des Kolorierens; zur Technik des Gravierens das Ausfüllen der Vertiefungen mit Siegellack („spanyolozás"), zur Technik des Ritzen das Kolorieren mit Schneidewasser (Salpetersäure, HN03). An einigen unserer Salzfässer finden sich gleichzeitig beide Techniken vor. - Bei den gravierten Stücken vertiefte der Schnitzer die Oberfläche des Homes um 1-2 mm 353