Füzes Endre: A szántalpas hombártól a tájházig (Skanzen könyvek. Szentendre, Szabadtéri Néprajzi Múzeum, 2012)

Település - népi építészet - Wandlungstendenzen des ungarischen Bauernhofes in den letzten 100 Jahren

Abb. 66. Neues Haus im Dorf Tiszainoka, mit traditionellen Bauelemente (Foto: Ibolya BERECZKI] vereinen. Der früher selbständige Bauer arbeitet von nun an als Mitglied einer LPG, wird landwirtschaftlicher Arbeiter genannt. Die Mitglieder der LPGs bekommen Katastraljoch Hofland für eigene Bedürfnisse. Ein Teil der Dorfbewohner arbeitet in der Industrie oder in der Dienstleistung, übt aber auch eine landwirtschaftliche Arbeit aus, was das Hofland und die alten oder neuen Wirtschaftgebäude ermöglichen. Die Mehrheit des Bauerntums arbeitet in zwei Bereichen und pendelt. Diese Situation macht die Kooperation der familiären Arbeitskräfte und das Zusammenleben mehrerer Generationen von neuem erforderlich. Da die Produktion auf dem Hofland immer mehr den Marktzwecken dient einen immer und größeren Platz in der Inlandsversorgung mit Obst, Gemüse und Geflügelfleisch einnimmt, werden Selbstbewirtschaftung und Speicherung sowie der damit eng verbundene Lagerungsbedarf auf ein Minimum reduziert. Der Vertrieb stützt sich auf die staatliche Handelsorganisation. Die veränderte Lebensweise, die Urbanisation und nicht zuletzt die Veränderung der Denkweise haben neue Lebensstrategien und Lebensziele besonders bei der jungen Generation hervorgerufen. Man strebt nach der Verbesserung der Lebensweise (Umbau des Wohnhauses, moderne Inneneinrichtung, Haushaltsmaschinen), neue Hobbys entstehen (Week-end-Haus und Garten, Motorrad, PKW Auslandsreisen, teuere Verbrauchsgüter usw.). Da es keine Investitionskosten gibt, erreichen die Dorfbewohner diese Ziele ziemlich schnell. Die Veränderung des architektonischen Modells der Gehöfte ging und geht in zwei Phasen vor. 243

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