Füzes Endre: A szántalpas hombártól a tájházig (Skanzen könyvek. Szentendre, Szabadtéri Néprajzi Múzeum, 2012)
Település - népi építészet - A gabonás vermek problematikájához
Produktionsniveaus und der landwirtschaftlichen Kultur, sowie der Produktivkräfte. Die Anwendung der Gruben in Europa, besonders auf slawischem Sprachgebiet und auf den dazwischen eingekeilten Sprachgebieten begann zur Zeit der Herausbildung des frühen Feudalismus, und zwar im engen Zusammenhang mit der Verbreitung des Getreideanbaus, und blieb solange in Gebrauch, wie die Benutzer unter feudalen Produktionsverhältnissen lebten, und bis die Entwicklung der Produktivkräfte, die Vervollkommnung der Produktionstechnik und die Verbreitung der gesellschaftlichen Arbeitsteilung diese Schranken sprengten. Die Getreidegrube ist als ein für den Feudalismus charakteristisches Produktionsmittel anzusehen, die zwar vor mehreren Jahrtausenden entstand, zu einem Charakteristikum der gesellschaftlichen Verhältnisse wurde sie jedoch erst zur Zeit des Feudalismus, als sie zur Akkumulation und mittelbar oder unmittelbar auch zur Entwicklung und zu Festigung der feudalen Enteignung beitrug. Die minimale Entwicklung der auf der Arbeit der Leibeigenen beruhenden Landwirtschaft, die Erstarrung der Produktionstechnologie und weitere, unzählige Ursachen geschichtlicher und gesellschaftlicher Art konservierten die Anwendung der Getreidegruben in Mittel- und Osteuropa Jahrhunderte hindurch. Die Getreidegruben herrschten in der Speicherung bis Mitte des 19. Jh. vor, als die grundlegenden Änderungen in den gesellschaftlichen Verhältnissen sowie die Auswirkungen der über ganz Europa wirksamen Konjunktur die Entwicklung der Bauernwirtschaften zugunsten der Warenproduktion förderte. 133