Füzes Endre: A szántalpas hombártól a tájházig (Skanzen könyvek. Szentendre, Szabadtéri Néprajzi Múzeum, 2012)

Település - népi építészet - Die Getreidespeicher in südlichen Teil des Karpatenbeckens

Schokazen bedient. Man muß interethnischen Wirkungen zuschreiben, daß das Getreide auch in den ungarischen Dörfern Slawoniens in solchen Gebäuden gespeichert wurde. Die Verbindungen des Kornspeichers mir Fachwerk vom Komitat Baranya deuten auf den Süden hin; jedoch die Intensität dieses Zusammenhanges und die Richtung der Verbreitung lassen sich nicht einmal hypothetisch bestimmen. Die Verbreitung der Kornspeicher ähnlicher Konstruktion und Funktion, die im südlichen Teil der Ungarischen Tiefebene sporadisch vorkommen, wurde durch die Zunahme der Getreideproduktion bedingt. Man weiß aber nicht, nach welchen Vorbildern sie verfertigt wurden. Es ist auch zweifelhaft, ob sie überhaupt irgendwelche Verbindungen mit anderen Kornspeichern, eventuell mit denen der südslawischen Gegenden, hatten. Die Kornspeicher im Komitat Baranya und in Slawonien verbreiteten sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in größerem Maße. Ihr Gebrauch wurde durch den Aufschwung der Getreideproduktion und durch die Auflösung der Großfamilie gefördert. Ihre Konstruktion, Einteilung und ihr Gebrauch sondert sie von den Kornspeichern anderer Gegenden ab. Die südslawischen Holzarbeiter sind wahrscheinlich die besten Hersteller gewesen. Einige Kornspeicher sind Meisterwerke des einstigen Zimmerhandwerkes. Der Kornspeicher mit Fachwerk ist als ein Kulturelement zu betrachten, das in der Zeit nach der Fronbauernbefreiung vor allem in den südslawischen Gegenden verbreitet war. Stellenweise hat er den bisher gebrauchten, jedoch über geringeres Fassungsvermögen verfügenden Kornspeicher auf Schlittenkufen abgelöst. In größerer Zahl ist er dort zu finden, wo Kornspeicher auf Schlittenkufen niemals gebraucht waren. Dieses eigenartig verzierte Gebäude ist heute ein bezeichnender Teil der Kultur der im Komitat Baranya und in Slawonien lebenden Südslawen. Auch seine Verbreitung ist der südslawischen Bevölkerung zuzuschreiben. 105

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