Cseri Miklós - Sári Zsolt (szerk.): Vidéki életmódváltozások a 20. században (Szentendre, Szabadtéri Néprajzi Múzeum, 2009)
Neichl Noémi: A tipikustól az egyediig – FAGI-házak Ebesen
Noémi Neichl Vom Typischen zum Individuellen FAGI-Häuser in Ebes In meiner Studie vergleiche ich meine beim Ficldwork erworbenen Kenntnisse mit der dieses Thema behandelnden Fachliteratur. Im Weiteren verwende ich die funktionalistische Annäherungsweise bei der Beschreibung der Charakteristika der FAGI-I läuser. Bevor der Leser den besonderen Haustyp kennen lernt, teile ich in der Einleitung einige Angaben über die Entstehungsgeschichte von Ebes mit. Und da das FAGI-Haus Teil der Standardhäuser ausmacht, deren Geschichte sich bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts zurückführen lässt, wie die sehr populären FAKSZ oder ONCSA-Häuser, widme ich diesen auch einige Gedanken. Aufgrund dieser Kenntnisse übergehen wir zur Bekanntmachung des FAGI (Wirtschaftsbüro für Kleinhausbau auf dem Lande), das wir als eine gesteuerte Bauaktion des sozialistischen Ungarns in den fünfziger Jahren in der Architektur im Dorf bezeichnen können. Wir erfahren, was für Rolle die LPG (Landwirtschaftliche Genossenschaften) und die Sozialpolitik der damaligen Zeit in der Entstehung des E\GI gespielt haben. Bei der Vorstellung des FAGI-Hauses habe ich vier konkrete Häuser aus meinem gesammelten Material ausgewählt. Aufgrund von diesen Häusern lernen wir das Material und die Struktur des Hauses vom Grund bis zum Dach, seine Gliederung und die Entwicklung dieser Bestandteile im Laufe der Jahre kennen. Ich fasse in einigen Sätzen die Änderung der Heizvorrichtungen, die Funktionen der Räume und zum Schluss die Beschaffung der Wirtschaftbauten zusammen. In der Schlussfolgerung hebe ich hervor, wie jedermann versucht hat, das Haus mit seinen im voraus bestimmten Abmessungen und Gegebenheiten je nach seinen Ansprüchen zu gestalten, um für sich und seine Familie bessere und lebensfreundlichere Umstände zu schaffen. 146