Cseri Miklós - Horváth Anita - Szabó Zsuzsanna (szerk.): Entdecken Sie das ländliche Ungarn!, Museumsführer (Szentendre, Ungarisches Freilichtmuseum Szentendre, 2007)

II Marktflecken in Oberland - II-5 Zehnthaus, Mád

11-5 • Es war einmal ein Ofen • Henkerhaus Laut Volksüberlieferung sot­ten im Gebäude Hinrichtun­gen stattgefunden haben, wo die verurteilten Mörder gehängt waren. Eine Erk­lärung dafür kann sein, dass das Zehntenhaus unmittelbar neben dem Friedhof stand. Stampfe zermalmt und mit Fuß gestampft. Damals waren auch grob gewebte Stampfsäcke ver­breitet. Da die Weinlese in Tokaj­Hegyalja traditionell im Spät­herbst stattgefunden hat, wurden die Trauben nicht barfuss, son­dern mit Stiefeln gestampft. Im Stockwerk des Gebäudes sind die Keramikfunde aus­gestellt, die 1988 beim Abbau des Wohnhauses in Mád zum Vorschein gekommen sind. Der Grossteil der Fragmente lag in der Isolierschicht unter dem Boden des Küchenofens. Nach gründlicher Restaurie­rung wurde das Küchen­geschirr des 19. Jahrhunderts rekonstruiert: verschiedene dünnwandige Töpfe aus Gömör; Dreifusspfannen, cha­rakteristische grün glasierte Ofenkachel. Besonders inter­essant sind die grünen, weißen oder gelblichen Glasgegenstände, die bestäti­gen, dass in den 1800er Jahren die Haushalte über zahlreiche und verschieden­artige Glasobjekte (Flaschen, Weinhebep Gläserl verfügten.

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