Páll István: Szabolcs megye népi építkezése a XIX. század közepén (Szentendre: Szabadtéri Néprajzi Múzeum, 1987)

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schaftsgütern standen. Die Bestimmung der Scheunentype des Gebietes ist ebendeshalb schwer, nachdem wir aus denjenigen Siedlungen, welche im klassischen Sinne zur Scheunenzone gehören, kaum Angaben haben. Heuspeicher konzentrierten sich auf verhältnismässig kleinem Gebiet, am nord­östlichen Teil des Komitats und knüpften sich an die Gebäude gleichartiger Typen von Bereg, Szatmár. Hier kann es sich darum handeln, dass in diesen Teilen des Komitats das Heu durch die Wirkung des Mikroklimas, sowie der Bauart der benachbarten Ge­biete in Gebäuden über den Winter gelagert wurde, während in anderen Teilen von Szatmár - ausser einigen besonders grossen Heuspeichern der Grossbesitzer — dieser Futter im Freien angehäuft wurde. Die Tabaktrockenhäuser begannen sich gerade in der Zeit der Registrierung in grösserem Masse zu verbreiten - übereinstimmend mit der Ausdehnung des grossbe­triebmässigen Tabakanbaus. Hauptsächlich in dem am Rand des Rétköz liegenden und in einigen in der Mitte der Nyirgegend befindlichen Siedlungen Wurden Tabaktrocken­häuser registriert, auch dort meistens im Besitz von Grossbesitzern, jüdischen Pächtern. Unter den als Lagerplatz der Getreide dienenden Gebäuden konnten sich die jährlich durch Ausbrennen erneuerten Getreidegruben über eine grosse Verbreitung er­freuen. Das stellt sich aus den Bauordnungen heraus, die ihren Gebrauch bei jeder Ge­legenheit verboten haben. Unter den Gebäuden, welche oberhalb der Erde standen, wa­ren die auf Holzpforten stehenden, mit einem Dach versehenen Schuppen, in welchen man in grossen, aus Eichenholzbrettern gezimmerten Kisten („hombár", „szuszék") das ausgedroschene Getreide gehalten hat. Von den Gebäuden mit festen Mauern wa­ren die kleineren, einfacheren Kammern in erster Linie im Besitz der Steuerzahler, die grösseren Getreidemagazine (oder mit ihrem früheren Namen granárium) im Besitz der grösseren Besitzer, Gemeinschaften. Das ist besonders für die Gebäude mit Ziegel- und Steinmauern, Schindel- oder Dachziegeldeckung wahr, das in ihnen aufbewahrte gross­wertige Getreide hat ja doch den Bau der Gebäude in gutem Bestand notwendig ge­macht. Von den Maisspeichern waren auf unserem Gebiet sowohl die aus Ruten gefloch­tenen, wie auch die Speicher mit einer Lattenseite zu finden, und zwar bei jeder ge­sellschaftlichen Schicht, unabhängig von dem verwendeten Material. Unterschiede er­gaben sich bloss in dem Ausmass: bei den Grossbesitzern erforderte eine grössere Ernte ein grösseres Gebäude. Unter den Speichergebäuden gab es noch Gruben (hauptsächlich wurden sie zum Lagern der Kartoffeln benützt) und auch Keller, jedoch waren diese fast ausschliesslich im Besitz grösserer Besitzer. Unter den sonstigen Gebäuden des Gehöftes hat man im ganzen Gebiet des Ko­mitats noch Backhäuser registriert, bei welchen jedoch in den mittleren und östlichen Teilen der Nyirgegend eine bestimmte Gruppierung beobachtet werden kann. In diesen Siedlungen wurden gut ein paar unter den Gebäuden der Steuerzahler registriert, was die Verbreitung dieser Gebäudeart, welche die Fachliteratur in dem benachbarten Ge­biet in das Zeitalter der Jahrhundertwende festlegt, auf einen weit früheren Zeitpunkt hinausschiebt. Die in der östlichen—nordöstlichen Zone des Komitats registrierten Darren können ebenfalls mit den von uns östlicher liegenden Gegenden der ehemali­gen Komitate Szatmár und Bereg verbunden werden. Die Verbreitung mehrerer kleineren Anlagen (Bienenhäuser, Brunnen, Abort,

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