Cseri Miklós szerk.: A Nyugat-Dunántúl népi építészete - A Velemben, 1995 május 29-31-én megrendezett konferencia anyaga (Szentendre; Szombathely: Szabadtéri Néprajzi Múzeum: Savaria Múzeum, 1995)

VÁNDOR László: Zala megye középkori falusi építészetéről

DIE MITTELALTERLICHE ARCHITEKTUR IN DEN DÖRFERN IM KOMITAT ZALA LÁSZLÓ VÁNDOR Die Resultaten der ziemlich spät begonnener archäologischen Forschungen im Komitat Zala hat zum ersten Mal Róbert MÜLLER zusammengefaßt. Seit der Erscheinung seiner Abhandlung im Jahre 1972 entwickelt sich die Forschung in großen Schritten, sie ist aber noch nicht in der Lage, daß das ganze Komitat betreffende Feststellungen gemacht werden könnten. Es wurde betreffs der Arpadenzeiten von der Kis-Balaton-Region bis zur Göcsejer Gegend geforscht. Man hat halb in die Erde gegrabene Hüttenwohnungen mit Außenofen gefunden. Obwohl die archäologische Forschung in der Arpadenzeit auf der Erdoberfläche vor allem Holzgebäude vermutet, verfügt sie bis jetzt diesbezüglich nur über indirekte Beweise. Das sind die Siedlungen aus der Arpadenzeit, wo sich neben den Öfen und Gruben keine Hüttenwohnungen befind­en (zB. neuerdings in in Keszthely-Fenékpuszta, in Gellénháza-Városrét etc.). Die Anwesenheit der Balkengebäude in der Arpadenzeit beweisen auch die Kleinburgen in mehreren Stellen, so fanden wir zB. in Zalaszabar, in Nagyrada und in Hahót-Sárkánysziget etc. unter die Lagerbalken gelegten Steine. Balkentürme und Balkenhäuser standen in diesen frühen Besitzzentren in den, mit Gräben, Schanzen und Spundwand umgegebenen Festungen. Die Urkunden aus dem 14. Jahrhundert berichten schon über Gebäude aus Holz in der großen Waldregion. Die größten Erfolge brachten die Dorfausgrabungen von Imre HOLL und Nándor PARÁDI. Sie machten zuerst in Sümeg-Sarvaly, dann in Szentmihály bei Bánokszentgyörgy totale Dorfaus­grabungen. Nach den Feststellungen von Imre HOLL ist die Anwesenheit von Häusern, die in mehrere Räume geteilt waren, in diesen Dörfern schon im 14. Jahrhundert beweisbar. Die Häuser, die ans Licht kamen, weisen die Form derer aus dem 15-16. Jahrhundert. Aufgrund der 17 in Sarvaly und 10 in Szentmihály ans Licht gebrachten Häuser kann man schon bestimmte Schlußfolgerungen ziehen. Die Mehrzahl der Häuser hatte Dübelmauer mit Zimmermannkonstruktion. Im Anfang standen die Häuser mit der Straße parallel, später kamen sie aber auch darauf vertikal vor. Alle waren in mehreren Räume geteilt, im allgemeinen in 2 oder 3, aber in Sarvaly gab es auch manche, die in 4 oder 5 Räume eingeteilt waren. Alle Räume hatten eine Öffnung nach außen. Die Funktion der einzelnen Räume bildete sich noch nicht aus, oft findet man eine Wohnküche im ersten Raum. Die Anwesenheit der Kachelöfen ist sogar im Anfang des 16. Jahrhunderts nur bei den reichesten Familien üblich. Imre HOLL stellt nach der Forschung in Sarvaly fest, daß es zwei Haustypen gab, nämlich der mit einem Keller und der mit einer Kammer, was er auf die verschiedene Wirtschaftsart zurückführt. Am ehesten stehen sie den ungarischen Häusern im Westen nah, sie zeigen aber eine andere Schema der Entwicklung, wie sie von der traditionellen Ethnologie (Zs. BÁTKY und J. TÓTH) für das Haus im Westen skizziert wurde. In Sarvaly gibt HOLL eine Entwicklungsschema von dem vemuteten Haus auf der Erdoberfläche in der Arpadenzeit ausgehend an. Die Forschung hat noch die Aufgabe, diesen Prototypus zu finden, die Allgemeingültigkeit der Schema zu bestätigen oder zu verbessern. In den letzten Jahren hat im Komitat Zala Judit KV ASSAY die Dorfforschung angefangen, ihre ersten Ergebnisse, besonders die, die die spätmittelalterlichen Gebäude betreffen, scheinen - was auch ihre Vorlesung hier beweist - interessant zu sein.

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