Cseri Miklós, Füzes Endre (szerk.): Ház és ember, A Szabadtéri Néprajzi Múzeum évkönyve 20. (Szentendre, Szabadtéri Néprajzi Múzeum, 2007)

SEBESTYÉN JÓZSEF: Az épített örökség dokumentálása erdélyi magyarlakta településeken (Inventarizációs program, építészeti értékleltár)

DOKUMENTIERUNG DES GEBAUTEN ERBES IN SIEBENBURGENS GEMEINDEN MIT UNGARISCHER BEVÖLKERUNG Eine der wichtigsten Möglichkeiten zum Schutz des gebauten Erbes ist die Vorbeugung. Mit ihren wichtig­sten Mitteln, mit der Registrierung des gebauten Erbes, mit der Dokumentierung der zu schützenden Denkmäler sowie mit ihrer regelmäßigen Pflege können wir auch für die - im Schutz des kulturellen Erbes so oft beteuerte - Authentizität und Echtheit das Meiste tun. Zweck der Inventarisierung ist die alle Details umfassende Registrierung und Dokumentierung des gebauten Erbes der Gemeinden. Die Dokumentationen dienen dann als Grundlage des Prozesses, in dem die Denkmäler unter Schutz gestellt werden sowie der Ausarbeitung der Flächennutzungs- und Geländeordnungspläne; im Weiteren tragen sie zur Erhaltung, Bewahrung und Nutzung der Erbelemente bei. Dank der Kostenübernahme durch die deutsche Regierung wurde 1992 mit der Dokumentierung des siebenbürgischen sächsischen Kulturerbes begonnen. Nach Abstimmung mit den deutschen, rumänischen und ungarischen Partnern in Rumänien erreichten diejenigen ungarischen Partner, die die Initiative der Doku­mentierung des ungarischen Kulturerbes in Sieben­bürgen ergriffen, dass das Nationale Denkmalschutzamt und die Stiftung László Teleki als Betreuer des Programms miteinander eine Zusammenarbeits­vereinbarung abschlössen. Die Stiftung László Teleki, das Nationale Denkmalschutzamt, der Siebenbürgisch­Sächsischer Kulturrat und die Keöpeczi Sebestyén József Denkmalschutzgesellschaft unterbreiteten 1996 gemeinsam eine ungarisch-deutsch-rumänische Bewer­bung und gewannen damit die finanzielle Unterstützung des Europakomitees. 1997 wurden die umfassende Datenerfassung, Fotografierung sowie Abmessungen von wertvollen öffentlichen und Wohnbauten sowie von kirchlichen Denkmälern von bildungshistorischem Wert in 19 Gemeinden der Region Erdővidék erstellt. 1998799 wurde die Arbeit in 44 Gemeinden der Region Ober­Nyárádmende fortgesetzt. Weitere Regionen im Seklerland wurden in die örtliche Datensammlung und Abmes­sungsarbeit eingeschlossen. Kunstgeschichtestudenten aus Kolozsvár - unter der Leitung ihrer Lehrkraft - führten den Großteil der Datensammlung, Messungen und Dokumentierung aus, aber zahlreiche Kulturinstifutionen in Siebenbürgen, Mitarbeiter von zivilen und Fachor­ganisationen, Forscher aus Ungarn sowie Kunst­geschichtestudenten der Universität ELTE und Bauin­genieurstudenten der Universität BMGE aus Budapest nah­men an der Arbeit teil. Die Sakralbauten vertreten die wertvollsten Baudenkmäler der Region Ober-Nyárádmente. Zu den Wohnbauten gehören die auf die Straßenlinie gebauten zwei-dreiräumige Häuser mit Ziegel- oder Flecht­werkwänden mit Lehmverputz sowie die Blockhäuser. Berekeresztúr und Mikháza bewahrten den reichsten Baudenkmalbestand innerhalb der studierten Region. Im Rahmen des Inventarisationsprogramms wurden die his­torischen Datenblätter der Gemeinden, die Inventur und Fotodokumentierung auf Datenblättern des Immobilien­und beweglichen Erbes der Kirchen in der Region, und die kartografische Aufnahme der Gebäude auf 1:5000 Landkarten fertig gestellt. Bei zahlreichen bedeutenden Baudenkmälern und Wohnhäusern, die das jeweilige Dorfbild oder Straßenbild charakterisieren, sowie Wirtschaftsbauten in charakteristischen Höfen wurden architektonische Abmessungen mit allen Details vorgenommen. Die so erstellten Datenblätter enthalten die Varianten und Etymologie der Namen von jeder Gemeinde, ihre Zugehörigkeit in der kirchenorgan­isatorischen und Verwaltungsstruktur, alle Änderungen der Oberfläche und im Umfang der Gemeinden im Laufe der Zeit, die Beschreibung des alten und gegenwärtigen Straßennetzes, sowie Angaben über den Rechtsstatus, der sozialen, ethnischen und konfessionellen Differenzierung der Bevölkerung. Die historischen Datenblätter wurden mit der Bekanntmachung von archäologischen Stätten sowie einer kurzen lokalhis­torischen Beschreibung abgeschlossen.

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